Wie sich Montpellier mit dem eigenen Logo zum Gespött in Frankreich machte

Na logo!

Der HSC Montpellier ist ein stolzer Verein - und hat ein Problem: Der Klub kann seinen eigenen Namen nicht richtig schreiben. Weswegen die Mannschaft in der Liga mit fehlerhaften Trikots auflief. Was der Verein ohne die eigenen Fans allerdings nicht mal gemerkt hätte.

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Mit der Rechtschreibung ist das so eine Sache: Es gibt tausende, teils widersprüchliche Regeln, dauernd ändern sich Vorschriften, Eltern lernen anders zu schreiben als ihre Kinder, helfen dann bei den Hausaufgaben und am Ende sind alle verwirrt. Daher ist eigentlich niemand sauer, wenn sich hier und da mal ein Fehler einschleicht. Ein vergessenes »S« hier, ein »L« zu viel dort.

Den eigenen Namen dagegen, den bekommt eigentlich jeder auf die Reihe. Selbst wenn sich der eigene Name Devid schreibt und nicht David wie bei allen anderen. Wenn der eigene Name, wie beim Montpellier Hérault Sport Club, auch noch auf dem Namen einer Stadt basiert, dürfte also eigentlich nichts anbrennen. Eigentlich.

Fälschungen - oder echte Trikots?



Doch in Montpellier wurde uns nun das Gegenteil bewiesen. Seit Saisonbeginn lief die Mannschaft in Trikots auf, deren Logos das zweite »L« in »Montpellier« fehlte. Also »Montpelier« statt korrekt »Montpellier«. Was der Klub allerdings nicht selbst merkte, sondern erst, nachdem Fans, denen die fehlerhaften Trikots ebenfalls verkauft worden waren, die Verantwortlichen darauf aufmerksam machten.




Nachdem erste Bilder im Internet kursierten und nicht ganz klar war, ob es sich um schlecht gefälschte Trikots handelte, reagierte der Verein schließlich mit einem offiziellen Statement: 

»Liebe Fans, der MHSP ist leider tatsächlich zum Opfer eines Fehlers geworden, durch den Trikots mit falschem Logo in den Verkauf geraten sind. Schuld ist allein der Fabrikant und Zulieferer des Logos und in keinster Weise unser Ausrüster Nike.« 

Neues Trikot - oder auswandern?

Welcher Mensch in welchem Betrieb jetzt so richtig Ärger an der Backe hat, wissen wir nicht, sicher ist nur: Irgendein Mensch in irgendeinem Betrieb hat jetzt so richtig Ärger an der Backe. Bei den Fans dürfte sich der Ärger dafür in Grenzen halten, schließlich werden sie - sollten sie das Trikot nicht als Kuriosum aufbewahren wollen - immerhin entschädigt. Sie können entweder das Logo austauschen lassen, ihr Geld zurück verlangen oder ein komplett neues Trikot einfordern.

Oder sie ziehen in die Bundesstaatshauptstadt von Vermont in den USA. Ihre Entscheidung.   

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