Wie sich die deutsche Mannschaft nach der WM präsentiert

Viel Ballbesitz, wenige Chancen

Die Franzosen überließen ihrem Gegner dabei bereitwillig mehr Ballbesitz. Das entspricht ihrer Spielweise, die aus einer gut organisierten Defensive auf überfallartige Tempogegenstöße ausgelegt ist, die sie immer wieder einstreuten.

Chancen auf beiden Seiten

Das deutsche Team konnte aus ihrem Plus an Ballbesitz zu selten zwingende Torchancen gegen die umsichtige Abwehr des Weltmeisters erspielen. Marco Reus bekam in der Sturmspitze erst in der zweiten Hälfte verwertbare Anspiele. Der agile Timo Werner, der über die linke oder rechte Flanke kam, scheiterte im ersten Abschnitt zweimal am französischen Torwart. Weit gefährlicher waren die Franzosen. Einen Kopfball von Oliver Giroud parierte Manuel Neuer glänzend, kurz vor dem Halbzeitpfiff verpasste Frankreichs Mittelstürmer eine gefährliche Hereingabe hauchdünn.

Die zweite Hälfte begann mit einer guten Chance für Antoine Griezmann, dessen Schuss Neuer im Nachfassen parierte. Nach einer Stunde zwang er Neuer erneut zu einer Großtat. Im Gegenzug bot sich Reus die bis dahin beste deutsche Torchance. Torwart Areola wischte den Ball über die Latte.

Freundlicher Empfang für Gündogan

Nach einer Stunde tauschte Löw den unsichtbaren Leon Goretzka gegen Ilkay Gündogan, der vom Münchner Publikum freundlich empfangen wurde. Etwas später kam noch Leroy Sané für Reus. Das Spiel wurde nun - im strömenden Regen - wilder. Beide Mannschaften suchten die Entscheidung. Mal war es Mats Hummels, mal Thomas Müller, sogar Matthias Ginter war einmal nah am Siegtreffer. Dem Publikum war es recht.