Wie Manchester United versucht, seine Fans nach Russland zu locken

Nicht einmal eine Woche Zeit

Die United-Anhänger hatten nämlich weniger als eine Woche Zeit, um ihre Reise fristgerecht zu organisieren: Am 24. Februar zog Patrik Andersson die Zettelchen, die die Achtelfinal-Paarungen bestimmen sollten. Ein normaler Antrag für ein russisches Visum dauert sieben Tage. Die Fans, die tatsächlich bereit sind, für ein Spiel gegen Russlands Tabellensiebten quer über ganz Europa zu fliegen, mussten sich also ranhalten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Manchester United sich bemüht, Fans für eine Auswärtspartie in Russland zu akquirieren. Bereits im Jahr 2015 veranstalteten die » Red Devils« vor der Champions-League-Partie bei ZSKA Moskau eine ähnliche Aktion: Da für ein russisches Visum ein Fingerabdruck nötig ist, ließ United Angestellte der russischen Botschaft in London nach Manchester kommen.  Dort stellten sie erst der Mannschaft und dann Fans ein Visum aus. Mittlerweile ist die Visumsanmeldung allerdings auch in Manchester möglich.

Auch Schalke und BVB kennen das Problem

Dass europäische Klubs Schwierigkeiten haben, ihre Fans in der Europa League für weite Reisen zu mobilisieren, ist kein neues Problem: Im Oktober des vergangenen Jahres gastierte der FC Schalke 04 beim FK Krasnodar. Nur 350 Schalker Fans nahmen den Weg nach Südrussland auf sich.

Dem Erzrivalen Borussia Dortmund folgten vor zwei Jahren immerhin 500 Unterstützer zum Spiel gegen den FK Qäbälä nach Aserbaidschan. Bedeutend mehr dürften es auch bei Manchester United in Rostov nicht werden. Trotz Visakosten-Übernahme.