Wie Guardiola Bremen besiegte

Peps Rekord

Falls sich noch jemand fragt, ob die Bayern Pep Guardiola wirklich brauchen – beim Sieg gegen Werder gab der Meister die Antwort bereits nach acht Minuten.

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Pep Guardiola ist bekannt als Meister der taktischen Umstellung. Ständig hopst und gestikuliert er am Spielfeldrand herum; nicht nur, um den eigens für ihn abgestellten Kameramann zu amüsieren, sondern auch, um sein Team mit taktischen Anweisungen zu bombardieren. Gegen Bremen stellte er dabei einen neuen Geschwindigkeitsrekord auf: Nach nicht einmal acht Minuten warf er sein System über den Haufen.

Bremen mit Mut und Plan

Was war passiert? Werder Bremen überraschte den Rekordmeister und dominierte die ersten Minuten. Trainer Victor Skripnik hatte sein Team gut eingestellt: Werder Bremen trat in einem 4-5-1 an, das sich durch eine hohe Kompaktheit im Zentrum auszeichnete. Skripnik wich damit von seiner geliebten Raute ab, um defensiv kompakter zu stehen.

Auf den Flügeln liefen in Leven Öztunali und Davie Selke zwei Spielertypen auf, die Skripnik sonst meist als Stürmer aufbietet. Das Kalkül: Auf den Flügeln standen die Bayern in der Vergangenheit weniger kompakt als im Zentrum, so zum Beispiel bei der 1:4-Niederlage in Wolfsburg. Skripnik wollte das nutzen. Finn Bartels sollte als einziger Angreifer die Bälle im Konter auf die diagonal startenden Stürmer ablegen.

Guardiola sieht zu – acht Minuten lang

Ein enges Zentrum und Konter über die diagonal startenden Flügelspieler: Auf dem Papier machte Skripniks Plan Sinn – und auch auf dem Platz überraschten die Bremer den Favoriten in den ersten Minuten. Ganze acht Minuten lang schaute Guardiola zu, bis er schließlich sein System wechselte.

Seine Bayern begannen in einem 3-4-3-System. Guardiola schickte nach acht Minuten Innenverteidiger David Alaba ins Mittelfeld und stellte damit auf ein 4-3-3 um. Der Bayern-Coach hatte offenbar damit gerechnet, dass die Bremer mit zwei Stürmern beginnen. Im Abwehrzentrum möchte Guardiola immer einen Spieler Überzahl haben, sodass er gegen Systeme mit zwei Stürmern drei Innenverteidiger aufstellt. Bremen hatte in Bartels jedoch nur einen Angreifer, Guardiola brauchte dementsprechend nur zwei Innenverteidiger.

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