Wie Florian Kohfeldt Werder wiederbelebt hat

Wir sind wieder Werder

Unter Florian Kohfeldt geht es mit Werder wieder bergauf. Aber wir hat er das eigentlich geschafft? Fünf Gründe für Werders Wiederauferstehung.

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Als Werder-Geschäftsführer Frank Baumann öffentlich zugab, Florian Kohfeldt sei nicht die erste Wahl für den Trainerposten gewesen, war der Aufschrei groß. Wie könne Baumann seinen neuen Trainer nur derart bloßstellen? Der Kontext der Aussage, laut der Trainer der obersten Kategorie für Bremen finanziell nicht in Frage kommen, wurde schnell vergessen.

Mittlerweile würde wohl niemand mehr behaupten, Kohfeldt sei eine schlechte Wahl gewesen. Unter ihm zeigt Bremen einen Aufwärtstrend, wie er nach den schwachen Ergebnissen zuvor kaum möglich schien. Was macht Kohfeldt richtig? Fünf Thesen, warum Bremen wieder punktet.

1. Das neue System ist unorthodox

Kohfeldt hat Bremen ein neues taktisches System verordnet. Defensiv ordnet sich die Mannschaft in einem klassischen, kompakten 4-4-2 an. Thomas Delaney verteidigt zusammen mit Max Kruse in der vordersten Linie, zwei Viererketten sichern dahinter ab. Vereinzelt rückt Maximilian Eggestein von der Doppelsechs aus nach vorne, um den Druck auf das gegnerische Mittelfeld zu erhöhen.

Offensiv wandelt sich diese Formation jedoch. Delaney fällt ins Mittelfeld zurück, die Außenstürmer rücken wiederum auf. Nominell ist es ein 4-3-3, wobei das System jedoch viele Tricks und Kniffe bereithält. So zieht Rechsaußen Fin Bartels häufig in Richtung Tor, während sich Stürmer Max Kruse zurückfallen lässt. Es ist ein eher unkonventionelles System, das durch seine hohe Wandlungsfähigkeit besticht.

2. Kohfeldt lässt offensiveren Fußball spielen

Drei Tore aus zehn Spielen: Das war die katastrophale Bilanz unter Alexander Nouri. Unter Kohfeldt gelangen Werder nun bereits sechs Tore in vier Partien. Ein Fingerzeig, an welcher Stelle Kohfeldt das Team weiterentwickelt hat.

Bremen agiert deutlich offensiver als unter Nouri. Mehr Spieler beteiligen sich an den Angriffen, gerade das Mittelfeld steht höher. Somit findet Bremen mehr Anspielstationen vor dem Ball. Auch die Außenverteidiger schalten sich in die Angriffe ein, gehen dabei nicht nur stur den Flügel herunter. Gebre Selassie sucht immer wieder den Weg in den Strafraum.

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