Wie FIFA und DFB beim Klimaschutz mogeln

Die FIFA gibt sich gerne als Klima-Retter

Wir erinnern uns auch an das »Green Goal« Umweltprogramm, das erstmals während der WM 2006 und dann später auch bei der Frauen WM 2011 zum Einsatz kam. Damals hat die FIFA durch Umweltschutzmaßnahmen, wie die (ausschließliche) Benutzung von Mehrwegbechern oder den Verkauf von jeweils mindestens einem Bio-Essen in allen WM-Stadien versucht, eine Vorbildfunktion zu übernehmen – und das wohl erfolgreich. Wie die FIFA berichtet, konnten alle CO2-Emissionen, die im Rahmen des Turniers entstanden sind, kompensiert werden.  

Für die WM 2018 wurden jetzt zum ersten Mal Umweltschutzkriterien in das Bewerbungsverfahren aufgenommen. Russlands Stadien werden nach FIFA-Umweltstandards (um-)gebaut und aufgerüstet. »Der Bau von WM-Stadien gemäß dem russischen Umweltstandard wird es möglich machen, ressourcenschonende, sichere und komfortable Fussballarenen zu errichten und dabei zugleich das Umweltbewusstsein im ganzen Land auf ein ganz neues Niveau zu heben«, erklärt man auf der FIFA Website.

Umweltschutz juckt hier doch keinen!

Und nimmt dabei den Mund vielleicht etwas sehr voll. 
Man kann hoffen, dass der Einfluss des Fußballs groß genug ist, um den landesweiten Konsum nachhaltig zu prägen. Oder man kann realistisch sein und zugeben, dass es dazu mehr braucht als eine hübsche Kampagne während der WM. 
Aber wenigstens gibt es eine.

Fußball und Öko verstehen sich nicht? Das Bier gehört in den Plastikbecher, wie die Wurst aufs Brötchen und die Politik nicht aufs Spielfeld? 
Das ist nun wirklich so altes Gelaber, das selbst darüber zu schreiben wie veraltet das ist, schon veraltet ist. Stattdessen freuen wir uns auf eine hoffentlich erfolgreiche grüne WM und gratulieren dem FSV Mainz 05 dazu, dass er auch weiterhin wenigstens EINE Sache richtig macht...