Wie ein Derby in Brasilien in einer Massenschlägerei endete

Fest der Hiebe

Weil seit Jahren erstmals wieder Fans anwesend sein dürfen, rufen sie in Brasilien »das Derby des Friedens« aus. Es endet in einer wilden Schlägerei.

Screenshot: Streamable

Karnevalsstimmung herrschte am Wochenende in den von der Kolonialzeit geprägten Straßen von Salvador. Ungewöhnlich ist das nicht, gilt die Stadt am Strand doch als Hochburg des Karnevals. Der eigentliche Grund war aber das Lokalderby der brasilianischen Erstligisten Esporte Clube Bahia und Esporte Clube Vitoria, zu dem erstmals nach sechs Auflagen wieder Fans beider Teams zugelassen waren.

Ein Elfmeter mit Folgen

Vitoria ging in Führung, ehe Bahia-Spieler Vinicius zu Beginn der zweiten Halbzeit zum Elfmeter antrat. Geschickt verlud der Schütze Vitorias Keeper Fernando Miguel in die rechte Ecke und schob unten links ein. Der Beginn einer Massenschlägerei.

Genauer: Als Vinicius sich nach dem Elfmeter nicht nur der gegnerischen Kurve zuwandte, sondern ausgiebig mit den Teamkollegen - und möglicherweise unter Zuhilfenahme sexueller Gesten - provozierte, war es Torwart Fernando Miguel genug. Er stellte den Torschützen, griff ihm in den Nacken und die wüste Keilerei begann.

Standkampf griechisch-römisch

Faustschläge auf beiden Seiten, Einmischung der bis dahin unbeteiligten Auswechselspieler, Standkämpfe im Griechisch-römisch. Zugegebenermaßen: die Zuschauer bekamen für ihr Geld alles zu sehen - hätten sie sich im Vorfeld Tickets für einen Boxkampf besorgt.