Wie Domenico Tedesco Peter Bosz in nicht mal einer halben Stunde auscoachte

Das Chaos

Akt 3: Das Chaos und die Unordnung
Die Schlussphase war geprägt von Chaos und vielen kleinen Pausen. Dortmund zog sich immer weiter zurück, konnte nur über Fouls Entlastung schaffen in Form von Spielunterbrechungen. Schalke wiederum schickte die Außenverteidiger auf die Außenstürmer-Position und die Außenstürmer in den Strafraum. Auch Leon Goretzka war jetzt mehr Stürmer denn Sechser.

Es war vor allem die völlig fehlende Gegenwehr, die Schalke jetzt so häufig in den Strafraum brachte. Sowohl Daniel Caligiuri als auch Naldo wurden bei den letzten beiden Schalker Treffer nur begleitet, spürten keinerlei Druck. Die Dortmunder hatten zu zehnt völlig eingestellt, den Gegner anzugehen. Schalke nutzte dies.

Epilog: Sind sie zu stark, bist du zu schwach
Es war ein mutiger Schritt, den Tedesco in der Halbzeit wagte: Sein Team sollte die Spielkontrolle übernehmen und offensiv auftreten, trotz 0:4-Rückstands. Dass dieser Schritt aufging, lag nicht zuletzt an Dortmundern, die mindestens ab dem 2:4, spätestens aber ab der Gelb-Roten Karte gegen Aubameyang jede Initiative einstellten.

Statt aggressiv weiterzuspielen gaben sie ihren Gegenspielern Begleitschutz. Selbst als nach der Verletzung von Harit kurze Zeit Gleichzahl herrschte, beteiligten sich nicht mehr als zwei Dortmundern an Kontern. Da konnte Schalke ohne Bedenken aufrücken, ohne Konter zu fürchten. Vier Tore in nur 27 Minuten effektiver Spielzeit: Schalke belohnte sich für die mutige zweite Halbzeit.