Wie die Liga wieder spannend werden könnte

Fünf Vereine mit einem Ziel: Meister werden

Das besteht nämlich darin, dass es auch auf lange Sicht keinen Wettbewerb um die Tabellenspitze der Liga geben wird. Ganz egal, wie viele oder wenige Fünferketten (dieses gegnerische Stilmittel hatte Hummels beanstandet) sich rein destruktiv durch die Bundesliga verteidigen. Denn genauso, wie die englischen Klubs den Bayern (zumindest in finanzieller Hinsicht) längst enteilt sind, sind die Bayern dem Rest der Liga wirtschaftlich in den vergangenen zehn Jahren exponentiell davon galoppiert.

Beides aus den gleichen, hinlänglich bekannten Gründen: der TV- und Champions-League-Kohle. Von der die Bayern, dafür haben sie in diversen Verhandlungen in Person von Hummels Chef Rummenigge ja selber Sorge getragen, auch in den kommenden Jahren liga-intern am meisten profitieren werden. 

Weshalb es an der Zeit wäre, die Bayern - die das ja in der Realität seit bald fünf Jahren sowieso schon tun - endlich auch auf dem Papier in ihrer eigenen Liga spielen zu lassen.

Fünf Vereine mit einem Ziel: Meister werden

Die man der Spannung halber den Bayern nicht exklusiv lassen, sondern mit den echten Konkurrenten, also Barcelona, Real, PSG, den Top-Sechs aus England und Juventus Turin, auffüllen sollte. Das ganze nennt man dann europäische Superliga, die Idee gibt es ja immerhin schon, und in der Liga können sich die internationalen Großunternehmen gegenseitig in neue Sphären treiben. Während die Bundesliga und andere Ligen finanziell immer weiter abgehängt werden.

Was vollkommen in Ordnung wäre. Weil plötzlich nicht mehr vorher klar wäre, wer die Liga gewinnt. Weil vier, fünf verschiedene Vereine in eine Saison starten, mit dem einen, gleichen Ziel: Meister zu werden. So wie vor 20 Jahren. Als in der Bundesliga sicher nicht der beste Fußball mit den besten Spieler der Welt gespielt wurde. Und sich die Menschen trotzdem dafür begeisterten.