Wie die Karriere von Claudio Pizarro nun weitergeht

»Unsere Tür ist immer offen«

2031/32

Nach einem missratenen Jahr samt Abstieg kehrt Claudio Pizarro zu Bremen zurück. Das astronomische Gehalt übernimmt der neue Sponsor, ein Start-up aus dem Bereich der Kryonik. »Ich bin so glücklich«, hustet der rüstige 53-Jährige. 

 

2035/36

Proteste in Deutschland wegen der schlechten Wirtschaftslage. »Es kann doch nicht sein«, so ein Sprecher von ver.di in der tagesschau, »dass unsere Rentner Flaschen sammeln gehen oder noch bei Werder in der Offensive aushelfen.« Pizarro meldet sich überrascht aus dem Malediven-Urlaub: »Ich kenne diese Leute gar nicht. Vielleicht meinten sie meinen Mannschaftskameraden Holger Wehlage? Ich freue mich auf jeden Fall auf die neue Saison.« 

2037/38

Wegen seiner künstlichen Hüfte, des grauen Stars und der Arthrose darf Pizarro bei den Paralympics starten. »Der Antrag ist endlich durch«, so Pizarro durch seinen Atemschlauch. Den sechswöchigen Ausfall kompensiert der Klub, indem er die bronzene Pizarro-Statue, die vor dem Weserstadion steht, bei Heimspielen einfach in den Strafraum des Gegners verfrachtet und von den Außenspielern anschießen lässt. Mit drei Saisontoren wird die Statue viertbester Werder-Torschütze in einer insgesamt durchwachsenen Saison, sowie einmal Man of the Match (Beim 1:1 gegen den SSV Jeddeloh 5). 

2038/39

Die Pizarro-Statue spielt eine herausragende Vorbereitung, Gerüchte um einen Pizarro-Abgang machen die Runde. »Wenn ich hier nicht mehr gebraucht werde, gehe ich. 30, 40 Jährchen will ich eigentlich noch spielen. Ich bin fit.«

2044/45

Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage erhöht die Bundesregierung das Renteneintrittsalter auf 70. »Das ist ja ganz fantastisch«, jubelt ein euphorisierter Claudio Pizarro im Fieldinterview nach seinem Doppelpack beim 4:4 gegen Cosmos Bamberg im Halbfinale der World Soccer Series powered by McDonalds. »Da hätte ich ja gar nicht auf Weiterbeschäftigung klagen müssen.« 

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Nach insgesamt 9.392 Spielen und 6.914 Toren für den SV Werder Bremen entschläft Claudio Pizarro friedlich und im Kreise seiner Familie im Bremer Strafraum, erzielt anschließend sogar noch den 2:1-Siegtreffer. »Wir werden sein Andenken immer in Ehren halten«, so ein sichtlich gerührter Werder Präsident Marko Marin Jr. »Aber ich sage auch: Wenn Claudio noch ein bisschen weitermachen will, ist unsere Tür immer offen.«