Werder verliert 0:3 gegen Panathinaikos

Immer wieder Mantzios

Der Einzug in das Achtelfinale der Champions League ist für Werder Bremen in ganz weite Ferne gerückt. Mit einer enttäuschenden Leistung unterlagen die Bremer im Weserstadion gegen Panathinaikos Athen mit 0:3. Werder verliert 0:3 gegen PanathinaikosImago Damit hat das Team bei noch zwei ausstehenden Spielen insgesamt nur drei Punkte gesammelt. In Bremen wird jetzt noch mehr gerätselt, wie stark oder wie schwach die Werder-Mannschaft ist. Schon vor dem Bundesligaspiel am vergangenen Samstag nahm Manager Klaus Allofs wie selbstverständlich das Wort »Krise« in den Mund.

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Nach dem 5:1 gegen Hertha BSC Berlin fielen die Töne natürlich moderater aus, aber so richtig wollten selbst die Spieler dem Braten nicht trauen. War es eine Eintagsfliege oder war es die Wende in einer bisher so enttäuschen verlaufenen Bundesliga-Saison, in der Bremen als Achter weit hinter den Erwartungen geblieben ist? Nach der gestrigen Vorstellung geht die Tendenz eindeutig dazu, dass Bremen in einem satten Tief steckt. In der Champions League vor dem Aus, in der Bundesliga den Anschluss nach oben verpasst: Werder steht vor einer schweren Saison.

Nicht mehr als bescheidene Hausmannskost

»Wir werden schon nach 15 Minuten gegen Panathinaikos sehen, ob es wieder aufwärts geht«, hatte Stürmer Claudio Pizarro vor der Champions-League-Partie gesagt. An den Leckerbissen gegen Berlin erinnerte schon die erste Viertelstunde in der gestrigen Partie überhaupt nicht. Es war nicht mehr als bescheidene Hausmannskost.

In der 13. Minute wären die Athener sogar beinahe in Führung gegangen. Nachdem der Freistoß von Giorgos Karagounis von der Unterkante der Latte abprallte, wehrte Torhüter Tim Wiese den folgenden Kopfball von Vangelis Mantzios ab. Natürlich fehlte der wegen der dritten Gelben Karte gesperrte Torsten Frings im Mittelfeld, aber es lag nicht an seinem Ersatzmann Juri Vranjes allein, dass die Werder-Maschine nicht so rund lief wie an so vielen anderen Europacup-Festtagen an der Weser.

Erst nach 20 Minuten schien Bremen aufgewacht zu sein. Der Athener Trainer Henk ten Cate hatte mit Recht seine Mannschaft vor den Standardsituationen des Bundesligisten gewarnt. So zog Diego einen Freistoß an den Fünf-Meter-Raum, Pizarro kam trotz Behinderung mit dem Kopf an den Ball, aber Panathinaikos-Schlussmann Mario Galinovic reagierte prächtig.

Pfiffe zur Halbzeit

Mit Pfiffen verabschiedeten die enttäuschten Werder-Fans zur Halbzeit ihre Mannschaft in die Kabine. Aber die Leidensfähigkeit des Publikums sollte noch auf weitere Härteproben gestellt werden. Werder machte zwar mehr Druck, aber es zeigte sich schnell, warum die Bremer Abwehr mit 23 Gegentreffern in der Liga die schlechteste ist. In der 55. Minute scheiterte der Athener Kapitän Karagounis noch mit einem Konter, doch drei Minuten später nutzte Mantzios eine Schwäche von Pasanen aus und erzielte das 1:0 für Panathinaikos. Mantzios, der sich in der Bundesliga bei Frankfurt nicht durchsetzen konnte, hatte schon beim 2:2 im Hinspiel für beide Athener Tore gesorgt.

Trainer Schaaf machte das, was er tun musste. Er brachte die offensiven Aaron Hunt und Boubacar Sanogo. Ohne Erfolg. Im Gegenteil: In der 70. Minute erhöhte Karagounis auf 2:0, in der 83. Tziolis auf 3:0 für Athen. Die Panathinaikos-Fans stimmten Jubelgesänge an, und den Bremern blieb nur die Trauer.