Wer ist eigentlich Schalkes neuer Stürmer Cedric Teuchert?

Der neue Weg von Schalke 04?

Wenn Teuchert spielt, dann wird’s eklig. Wochenlang hatte er das nicht getan, wurde gegen Aue nach einer Verletzung am Kreuzband erstmals wieder eingewechselt und traf. Eine Woche später, gegen Würzburg, traf er auch. Sechs Tage später gegen Stuttgart abermals. Und für einen kurzen Moment war sogar Guido Burgstaller in Nürnberg vergessen.

Die Entwicklung des Jungen aus Coburg hatte sich aber schon früher angedeutet. Nach all den Jahren in Nürnbergs Jugend (27 Tore in 38 B-Junioren-Bundesligaspielen) und den Juniorennationalmannschaften, wurde Teucherts Name seitdem in einem Atemzug mit den größten Hoffnungen des DFB-Fußballs genannt: Janni Serra und Maximilian Eggestein.

»Wir brauchen neue Kloses«

»Wenn ich mir unsere U-Mannschaften und die Nachwuchsleistungszentren der Vereine angucke, sind viele Spieler dabei, die dem Profil eines zentralen Stürmers gerecht werden«, hatte Hansi Flick 2016 in einem Interview mit der SportBild gesagt. »Wir brauchen neue Kloses«, forderte der DFB-Sportdirektor und er hatte dabei auch an Teuchert gedacht: »Sie (Teuchert und Serra, d. Red.) müssten auch die Chance bekommen, in der Bundesliga zu spielen.«

Während Serra noch immer für die Dortmunder Reserve in der Regionalliga West spielt, waren an Teuchert in diesem Winter viele Vereine aus der Bundesliga interessiert. Werder Bremen, Hertha BSC und Schalke 04. Dort sitzt mittlerweile Domenico Tedesco. Der weiß, dass es eklig wird, wenn Teuchert spielt. Ein Spieler, der bewiesen hat, dass er in große Fußstapfen treten kann. Von Guido Burgstaller zum Beispiel.

In ein, zwei oder drei Jahren

Flick hatte gewarnt: »In der Bundesliga zu spielen ist nicht so einfach, weil jeder gerne vorne einen Spieler hätte, der ihm sofort Tore garantiert und nicht erst in ein, zwei oder drei Jahren.«

Vielleicht aber ist das genau das Ziel von Schalke 04, dessen neuer Coach überzeugt hat, seinen Erfolg aus Aue einfach übertragen hat und sich schon jetzt über einen neuen Vertrag bis 2021 unterhalten soll. Beim Tabellenzweiten aus Gelsenkirchen. Das könnte für manchen Gegner noch richtig eklig werden - in ein, zwei oder drei Jahren.