Wer ist eigentlich Schalkes neuer Stürmer Cedric Teuchert?

Wenn er spielt, wird’s eklig

Cedric Teuchert spielt ab sofort für Schalke 04 in der Bundesliga. Was den Juniorennationalspieler auszeichnet, hat Coach Domenico Tedesco schon zu spüren bekommen.

imago

Tja, da stand er nun, Domenico Tedesco, an der Seitenlinie in Nürnberg und sah, wie seine Serie riss. Im März war er nach Aue gekommen und hatte den Laden auf links gekrempelt. Der Tabellenachtzehnte und der Fußballtrainer, von dem im ersten Moment nicht mehr hängengeblieben war als ein 1,0-Abschluss beim DFB-Trainerlehrgang. In Aue, da wussten sie früh, was sie an ihrem neuen Trainer hatten.

Dann kam Teuchert

An seinem ersten Tag erklärte er erst Aues Präsidenten Helge Leonhardt das Catenaccio, danach erklärte er seinen Spielern den Fußball. Akribisch, bedacht und immer bestens vorbereitet. Vier Siege und ein Unentschieden aus den ersten fünf Spielen. Die direkten Konkurrenten Karlsruher SC, FC St. Pauli und 1860 München allesamt besiegt. Auch Union Berlin bezwungen. Weil Tedesco und Aue immer stärker waren. Doch dann kam Cedric Teuchert.

»Wir wussten, wenn Teuchert spielt, wird’s eklig. Mit seiner Geschwindigkeit wird es schwierig«, sagte Tedesco auf der Pressekonferenz nach der ersten Niederlage. Das Ende einer Siegesserie, ausgerechnet in Überzahl. Beigebracht von einem 20-Jährigen, der soeben in große Fußstapfen getreten war.

Keiner außer Burgstaller trifft

Denn auch Teuchert und der 1. FC Nürnberg steckten in der Krise. Die Hinrunde war zu gut verlaufen, als dass der Club in ernsthafte Abstiegssorgen geraten könnte. Doch ausgerechnet Guido Burgstaller, der Retter eines verkorksten Saisonstarts, war im Winter von Schalke 04 abgeworben worden. Und seit diesem - aus Nürnberger Sicht - verhängnisvollem Wechsel hatte kein Stürmer des Clubs getroffen.

Bis sich Cedric Teuchert gegen Aue auf den Weg machte. Der Gegner war aufgerückt, hatte in Überzahl auf das Siegtor gedrängt und für den eingewechselten Juniorennationalspieler taten sich plötzlich Räume auf. 30 Meter vor dem Tor zog Teuchert mit dem Ball an. Die Auer Dreierkette hatte sich zu diesem Zeitpunkt, in der 83. Minute, bereits aufgelöst. Ein linker Haken, dann war der Weg schon frei, ein Schuss gegen die Laufrichtung des Torhüters - 2:1.

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