Wer ist dieser Breel Embolo?

Der Fantasie-Auslöser

Breel Embolo ist eines der größten Sturmtalente Europas. Die Weltkarriere scheint ihm vorgezeichnet. Dabei hatte er eigentlich ganz andere Pläne.

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Wenn es nach seiner Mutter Germaine gegangen wäre, hätte Breel Embolo, 19, nie mit dem Fußball angefangen. Viel zu gefährlich. Wenn es nach ihm gegangen wäre, stünde er jetzt im Tor und würde Yann Sommer den Posten in der Schweizer Nationalmannschaft streitig machen. Dem er noch vor vier Jahren die Bälle zugeworfen hat. Als Balljunge des FC Basel. Doch es kam bekanntlich anders. Und so ist Embolo heute eine der begehrtesten Sturmhoffnungen des Weltfußballs.

Der VfL Wolfsburg bot in der Winterpause 30 Millionen Euro für ihn. Arsenal, Manchester United, Real Madrid und der FC Barcelona sollen den besten Spieler der Schweizer Liga 2015 ebenfalls auf dem Zettel haben. Doch Embolo blieb Basel treu. Vorerst. Meister werden, eine gute Europameisterschaft spielen und dann mal sehen.

In der U16 noch Innenverteidiger

Geboren in Yaoundé, Kamerun, kamen er, seine Mutter und seine zwei Brüder in die Schweiz. Da war Breel gerade sechs Jahre alt. Die Integration verlief reibungslos. Auch wegen des Fußballs. Mit neun ging er zum Stadtteilverein FC Nordstern. Mit elf zu den Old Boys Basel. Weil seine »Kollegen« da spielten.

»Auf einmal stand er einfach im Training und wollte mitspielen«, erinnert sich Old Boys’ Ex-Präsident Balz Heusler. Zwei Jahre später mussten sie sich eingestehen, »dass wir ihm fußballerisch nicht mehr weiterhelfen konnten, der Wechsel zum FC Basel war die logische Folge.« Doch lange hält es Embolo dort zunächst nicht aus: »Ich konnte mich erst nicht damit abfinden, dass man seine Freunde verlassen muss, um auf höherem Niveau Fußball zu spielen.«

Also geht er zurück zu seinen Old Boys. Ehe auch ihm wenig später klar wird, dass der Schritt unausweichlich ist. Wieder geht Embolo zum FC Basel. Und bleibt. Von seinem Traum, als Torhüter Karriere zu machen, hat er sich da längst verabschiedet. Er ist viel zu gut als Feldspieler. Im Sturm ist er aber noch nicht angekommen. In der U16 der Schweiz läuft er als Innenverteidiger auf.

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