Wer ist dieser Arkadiusz Milik?

Der beste Vorbereiter der EM-Qualifikation

Denn Milik hat in seinen zwei Jahren in der holländischen Eredivisie nicht mal nur eben 47 Tore in 75 Spielen für Ajax erzielt. Er wird auch längst von europäischen Topklubs umworben. So sollen der FC Sevilla und Lazio Rom bereit sein, 15 Millionen locker zu machen. Selbst der FC Arsenal und Klopps Liverpool blubbern in der Gerüchteküche mit. Und angeblich, angeblich hätten sogar der FC Bayern und der FC Barcelona zumindest mal ein Auge, wenn nicht zwei auf ihn geworfen. 

Gefährliches Duo: Milik/Lewandowski

Und auch wenn die Bayern- und Barcelona-Gerüchte wohl eher auf dünnstem Eis schlittern, ist unumstritten, dass Milik sich bei der Europameisterschaft schon mit einer Blindenbinde auf den Platz begeben müsste, um keine guten Angebote zu erhalten. Zumal er in der polnischen Auswahl längst seinen Platz gefunden hat. Kam er zu Beginn seiner Nationalmannschaftskarriere nur dann zum Zug, wenn Lichtgestalt Lewandowski mal nicht konnte, heißt es inzwischen längst: Milik und Lewandowski.

Und während die Skeptiker, die einen Wechsel in die europäischen Top-Ligen für verfrüht erachten, da Milik für Ajax weder in der Champions noch der Europa League großartig getroffen habe, läuft es im Nationaltrikot wie geschmiert. Zusammen mit Lewandowski stellte er den gefährlichsten Sturm der EM-Quali. Am Ende standen 13 Tore für Bayerns Superstar und satte sechs Tore für Milik zu Buche. Zum Vergleich: Die nach Thomas Müller (neun Treffer) erfolgreichsten EM-Schützen von »La Mannschaft« waren Max Kruse, André Schürrle und Mario Götze mit je drei Treffern. In derselben Gruppe wohlgemerkt. 

Mit dem Ball am linken Fuß Richtung Tor

Dabei ergänzen sich die beiden wie gemalt. Während Lewandowski im Strafraum Präsenz für vier ausstrahlt, kreiselt Milik einfach um ihn herum. Mal direkt hinter ihm angesiedelt, mal über die Flanke kommend, aber immer mit Platz und Rasen vor ihm. Den braucht der 1,86 Meter große Linksfuß auch. Er liebt es, mit dem Ball am Fuß Richtung Tor zu ziehen. Und während er in sehr jungen Jahren noch allzu häufig selbst den zuweilen auch aussichtslosesten Abschluss suchte, hat er inzwischen immer häufiger auch das Auge für den besser postierten Nebenmann. Sechs Assists während der EM-Qualifikation belegen das eindrucksvoll — niemand hatte mehr.