Welche vier Spieler bei der WM überraschen werden

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Bundesliga-Manager aufgepasst! Der Transfersommer beginnt, die WM steht vor der Tür. 11FREUNDE weiß, auf wen man achten sollte. Ein Hoffnungsträger will sogar unbedingt in die Bundesliga. 

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Alireza Jahanbakhsh - Is it you, Marco Reus?

Schussgewaltig. Dribbelstark. Pressingresistent. Einer dieser Spieler, für die Fußball-Fans Wochenende für Wochenende ins Stadion gehen. Solche Worte, um einen Spieler vom AZ Alkmaar zu beschreiben, der 24 Jahre alt ist und bisher nur in der holländischen Liga gekickt hat? Kein Problem.

Denn Alireza Jahanbakhsh ist ein Spieler für besondere Momente. Am 03.04.2014 steht der NEC Nijmegen vor dem Abstieg. Es geht auswärts gegen den Meister aus Amsterdam, der Klub benötigt einen Punkt, um sich zu retten. Nach einer Stunde wird der Rechtsaußen eingewechselt, zu diesem Zeitpunkt steht es 1:0 für Ajax. In der 88. Minute trifft Jahanbakhsh. Es ist der Treffer zum 2:2, das andere Tor hat er ebenfalls erzielt. Nijmegen ist gerettet.

Dabei interessiert sich der 34-malige Nationalspieler zunächst gar nicht für Fußball. Er turnte als Kind, spielte Handball und Futsal. »Mit 12 habe ich herausgefunden, dass ich auch ganz gut Fußball spielen kann. Ich war etwas spät dran, aber ich habe es geliebt.« Als Idol erwählt er sich schnell Mehdi Mahdavikia, mit dem er zu Beginn seiner Profikarriere noch zusammenspielt, beim iranischen Klub Damash Gilan.

Dann zieht es ihn nach Holland. Dort ist er mittlerweile der mit Abstand wichtigste Spieler des Tabellendritten aus Alkmaar. Mit 21 Treffern wurde er in Holland Torschützenkönig, mit 33 Torbeteiligungen in 33 Partien zudem Top-Scorer. Der Iraner hat am Ball nahezu unbegrenzte Möglichkeiten. Er kann mit seinem rechten Fuß so gut flanken, wie mit dem linken schießen. Gerade Kontersituationen kommen seinem Profil entgegen. Er spielt sehr kluge Pässe in die Spitze und verfügt über enormes Tempo. Jahanbakhshs Abschlüsse aus der Distanz sind brandgefährlich und durch die gute Antizipation und ein solides Kopfballspiel ist er selbst innerhalb des Strafraums für den einen oder anderen Treffer gut.

Was der Mann nicht kann? Deutsch. Zumindest noch nicht. Schließlich spricht er über die Bundesliga als sein Traumziel, sein Berater hat erste Anfragen deutscher Vereine vor Kurzem bestätigt.

Ist einer für: Auf Grund der unorthodoxen Schreibweise natürlich ein Fall für den BVB. Dazu erinnern Vita und Fähigkeiten an Marco Reus. Ist mit Sicherheit auch für die Bayern interessant, die noch einen Robben-Ersatz brauchen. 

Kevin Mbabu - Ein Umzugswagen mit Tempo 180

Die Young Boys Bern wurden nach 32 Jahren Abstinenz mal wieder Meister in der Schweiz. Enormen Anteil daran hatte Kevin Mbabu. Der Rechtsverteidiger besticht durch nahezu perfekte physische Voraussetzungen. Er verfügt über eine Statur, die eher nach Innenverteidiger aussieht und ist einer der schnellsten Fußballer der Welt. In einem Spiel gegen der FC Thun erreichte der gebürtige Schweizer eine Geschwindigkeit von 36,1 km/h. Eine Marke, die in offiziellen Fußballspielen nur von Gareth Bale überboten wird. Sein Leben außerhalb des Platzes sieht anders aus. »Da bin ich eher langsam. Ich nehme mir immer genug Zeit. Andere Personen stört das manchmal.«

Gestört haben dürfte der 23-Jährige mit seiner sehr körperbetonten Spielweise auch etliche Gegenspieler. Der überragenden Antizipation sei Dank, kann er bei seinen spektakulären Grätschen häufig Fouls vermeiden. In der vergangenen Saison sah er sieben Mal die gelbe Karte.

Wie es sich für den modernen Außenverteidiger gehört, besticht Mbabu nicht nur durch rein defensive Dienstleistungen. Sein Tempo ermöglicht es ihm immer wieder, schnell in die gegnerische Hälfte vorzustoßen. Auch da drückt er dem Spiel oft seinen Stempel auf, er war in der vergangenen Spielzeit an zehn Toren beteiligt.  


Nach einem gescheiterten Versuch, sich bei Newcastle durchzusetzen (12/13 – 16/17), konnte der gebürtige Schweizer nun eine volle Saison lang sein Potential zur Schau stellen. Die beeindruckenden Leistungen werden vielen Verantwortlichen nicht entgangen sein. Einem ganz sicher nicht: Der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic nominierte Mbabu für den vorläufigen WM-Kader.

Ist einer für: Klarer Fall. Mit der Spielweise muss der Mann zur Eintracht. Er würde seinem Trainer folgen. 

Endlich im Kader, auch mit Eimer auf dem Kopf

Bruno Fernandes - Aus der zweiten Reihe ganz nach vorne

Bruno Fernandes ist momentan wahrscheinlich einer der spektakulärsten Fußballer, die die portugiesische Liga zu bieten hat. Sobald der offensive Mittelfeldspieler am Strafraumrand etwas Platz hat, darf der Stadionsprecher die Stimme ölen. Denn die Selbstverständlichkeit, mit der Fernandes die Bälle in den Winkel jagt, erinnert an Distanzschützen wie Hakan Calhanoglu oder Diego. 

Sein Weg in den Profifußball hingegen verlief weniger geradlinig. Ausgebildet in der Jugendakademie von Boavista, verschlägt es den Portugiesen 2012 zunächst in die zweite italienische Liga, zu Novara Calcio. Ein Jahr später verpflichtet ihn Udinese und für Fernandes beginnt der lange Weg nach Hause. 

Dort steht er vor der U21 Europameisterschaft 2015 im vorläufigen Kader Portugals, wird jedoch kurz vor Turnierbeginn gestrichen. Die Portugiesen werden erst im Finale von Schweden gestoppt und statt des wendigen offensiven Mittelfeldspielers stehen seine Kollegen Joao Mario, Bernardo Silva und William Carvalho im Rampenlicht.

Doch seine Zeit sollte noch kommen. Denn durch gute Leistungen bei Udinese und UC Sampdoria landet er schließlich, im vergangenen Sommer, wieder in Portugal. Für den Spottpreis von rund acht Millionen Euro sicherte sich Sporting Lissabon seine Dienste und könnte sie bereits diesen Sommer wieder abgeben – für deutlich mehr Geld. Und auch für den 23-Jährigen lohnen sich die Leistungen der vergangen Saison. Im WM-Kader Portugals stehen, unter anderem, sechs Spieler aus der U-Mannschaft von 2015. Und diesmal auch Bruno Fernandes. 

Ist einer für: Den FC Schalke 04. Der Verein sucht Verstärkungen im Mittelfeld. Außerdem kann der Klub mit so einem nur schönen Fußball spielen. Auch wenn er, im Gegensatz zu Max Meyer, noch nicht Weltklasse ist. 

Christian Pavon - Einer für die Romantiker

»Wie Messi« Das ist seine Antwort. Als Christian Pavon im Kindesalter gefragt wird, wie er Fußball spielt, verglich er sich direkt mal mit dem besten Spieler des Planeten. 

Exakt dieser Lionel Messi sagte nach dem Länderspel gegen Haiti folgendes: »Ich habe auf dem Rasen einen neuen Partner gefunden. Sein Name ist Cristian Pavón. Er ist schnell und einzigartig. Er findet Räume, zwischen den Innenverteidigern und Außenverteidigern. Er hinterlässt in der Mannschaft einen ähnlichen Eindruck wie Ángel Di María.«

Messi schoss drei Treffer, einen bereitete Pavon vor. In seinen bis jetzt gerade einmal fünf Länderspielen war der Rechtsaußen bereits an drei Toren beteiligt. 

Im gelb-blauen Trikot seines Klubs, den Boca Juniors, sehen die Zahlen des 22-Jährigen ebenfalls vielversprechend aus. 50 Scorerpunkte in 80 Einsätzen. Im »La Bombonera«, dem legendären Stadion des argentinischen Hauptsdtadtklubs, bringt Pavon ein ums andere Mal gegnerische Verteidiger zum Verzweifeln. 



Wie von Messi bereits erwähnt, hilft Pavon dabei vor allem sein enormes Tempo. Darüber hinaus kann er sich auf seine enge Ballbehandlung verlassen. Zumindest die Art und Weise des Dribblings lässt den Messi-Vergleich des damals 12-jährigen Pavons zu. 
Denn ähnlich wie Barcelonas Nummer Zehn schlägt der 1,67m große Offensivmann eher überraschende Haken, als einen Übersteiger nach dem anderen abzufeuern. 



Dass er nun auch auf internationalem Parkett auftrumpft, weckt verständlicherweise Begehrlichkeiten. Doch besonders eilig hat Pavon es offensichtlich nicht. Sein Berater ließ kürzlich verlauten, dass man mit dem Klub beschlossen habe die Ausstiegsklausel anzuheben. Von 28 auf 43 Millionen Euro. Pavon wolle »den Klub nicht durch die Hintertür verlassen«.

Als seine größte Schwäche galt lange, dass er falsche Entscheidungen trifft, weil Räume nicht erkennt, oder seine Möglichkeiten falsch einschätzt. Manche dieser Fehler waren dermaßen haarsträubend, dass man in Argentinien bereits davon sprach, Pavon habe einen Eimer auf dem Kopf. Darauf angesprochen erwiderte er im Rahmen seines Debüts für die Albiceleste: »Meine Teamkameraden haben mir geholfen und ich fühle mich besser und besser. Ich habe den Eimer vom Kopf genommen.« Na dann, auf eine eimerlose WM. 




Ist einer für: PSG ist interessiert. Kann sich dementsprechend eh kein Bundesligist mehr leisten.