Welche Stars schon in der Vorrunde ausgeschieden sind

Vom Betriebsunfall zur nationalen Krise

Italien 2010 - Zwischen Catenaccio und Katastrophe
Nachdem Fabio Grosso im Halbfinale 2006 das schlandisierte Volk der Partypatrioten in die kollektive Enttäuschung schlenzte und Materrazzi im Endspiel Zidane zur spontanen Erfindung der Trendsportart »Headis« inspirierte, war Italien mal wieder Weltmeister. Immer auf dem schmalen Grat zwischen Catenaccio und Katastrophe wandelnd, fuhren die Italiener zur WM nach Südafrika. Mit Paraguay, Neuseeland und der Slowakei bekamen sie eine machbare Gruppe. Doch in den ersten beiden Spielen gab es jeweils ein 1:1 und es wäre typisch gewesen, sich da mit einem Sieg im letzten Spiel noch irgendwie ins Achtelfinale zu mauern. Doch die Squadra Azzurra verlor ohne den verletzten Buffon mit 2:3 gegen die Slowaken. In dem Jahr halt einfach mal wieder mehr Katastrophe als Catenaccio.

Spanien 2014 - Der Betriebsunfall
Der spanische Kader 2014 liest sich wie die Liste der Champions League-Sieger der vergangenen Jahre. Gefühlt kein Spieler unter drei Meisterschaften und mindestens einem internationalen Pokal im Kader. Der Flug nach Brasilien sollte vermutlich das anstrengendste auf dem Weg zum WM-Titel werden. Die anderen kurz mitspielen lassen und dann die Fußballwelt in die gefügige Hypnose tiki-takan. Nicht gerade vom Losglück verfolgt, musste man im ersten Spiel gegen die Niederländer ran - naja gut, wird es eben kein 4:0-Sieg, sondern mal ein 2:0. Falsch gedacht. Xavi, Iniesta und Alonso wurden mit 1:5 so dermaßen abgezogen, wie sie es vermutlich nicht mehr erlebt hatten, seit sie als Zehnjährige bei den B-Jugendlichen mitspielen wollten, die ihnen mal gezeigt hatten, wem schon Haare im Intimbereich wachsen. Zum Entsetzen aller Sicherheitstipper im Büro vergeigten die Spanier auch das zweite Spiel gegen Chile und waren danach bereits ausgeschieden.