Welche Legenden nun als Fußballcoach durchstarten werden

Ein Raubein und der Freak

Patrick Vieira
Patrick Vieira soll der Nachfolger einer Trainerlegende werden, einem Taktikgenie, der jeden Spieler jeden Tag ein bisschen besser macht, rumorten die Fans des FC Arsenal. Und sie sollten Recht behalten. Doch statt der Nachfolger von Arsene Wenger zu werden, übernahm Vieira das Traineramt von Lucien Favre in Nizza.

Die Arsenal-Fans hätten ihren Ex-Spieler sicher auch gern bei sich gesehen. Schließlich war der Franzose zu seiner aktiven Zeit dafür bekannt, dass er gerne mal mächtig aufräumt.

Eine Charaktereigenschaft, die seine Spieler Mario Balotelli und Alassane Pléa (mittlerweile bei Borussia Mönchengladbach) gleich mal zu spüren bekommen haben dürften. Als die beiden Offensivspieler nicht zum Auftakttraining erschienen, sagte Vieira nur ins Mikrofon: »Es war vorgesehen, dass alle Spieler dabei sind. Die beiden waren nicht da und wir werden jetzt versuchen herauszufinden, warum.« Nicht ausgeschlossen, dass sie der Trainer nach der erfolgreichen Suche mit einer kniehohen Blutgrätsche begrüßt haben wird.

11FREUNDE-Prognose: Vieira hat zwei Jahre als Trainer von New York City FC gearbeitet. Anders als den Kollegen verfügt er also über Erfahrung. Und jemand, der Zeit seiner Karriere eine Privatfehde mit Roy Keane austrug, dürfte über »Problemkinder« wie Balotelli wohl nur lachen.

Thierry Henry
»Hey, hast du Fortuna Düsseldorfs Taktik gesehen?« - »Sei nicht albern. Natürlich habe ich das.« Das Nerd-Gespräch zwischen Romelu Lukaku und Thierry Henry vor der Weltmeisterschaft dürfte schon jetzt zu einem der Dialoge des Jahres gewählt werden. Und weil sich Henry nicht nur Spiele der 2. Fußball-Bundesliga ansieht - und sogar von Friedhelm Funkel etwas lernen kann - sondern auch Co-Trainer der belgischen Nationalmannschaft war, gehört er jetzt zu den heißesten Eisen auf dem Trainer-Transfermarkt. Neben Joe Zinnbauer, Jürgen Kramny und Christian Gross, soweit wir das einschätzen können.

Und über die aktuellen Entwicklungen darf sich ein weiterer Zweitligist freuen. Denn angeblich gibt es eine mündliche Vereinbarung zwischen Thierry Henry und Aston Villa, die heute gegen Dynamo Dresden spielen. Wenn der Deal noch über die Bühne geht, könnte Henry schon in Dresden auf der Bank sitzen.

Das Problem: Derzeit ist Steve Bruce noch Trainer bei Aston Villa. Als er von den Gerüchten gehört hatte, soll er seinen Kaffee ausgespuckt haben. Doch der neue Eigentümer soll unzufrieden mit Bruce sein und sich nach einem Nachfolger umsehen. Damit sich die Investitionen halt auch rentieren.

Ob Henry die taktischen Eigenheiten Dresdens kennt? Na kommt, seid nicht albern.

11FREUNDE-Prognose: Alles, was Henry anfasst (oder mit dem Fuß berührt), wird über kurz oder lang zu Gold. Bei Aston Villa wird er sogar mit Gold überschüttet. Glänzende Perspektive.