Watzkes beste Ausraster

Aki, der Beschwer-Bär

Kaum ein deutscher Fußballfunktionär meckert so gerne wie Dortmunds Hans-Joachim Watzke. Die Bayern will er damit aber nicht jagen.

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Hans-Joachim Watzke ist nur manchmal sauer. Meistens ist er enttäuscht. Kurz vor der wegweisenden Partie gegen die Bayern wurde nun Kevin Großkreutz Opfer von Akis Unbehagen. Der ausgemusterte Edelfan teilte via Instagram mit, dass er Angst um seinen »geilen Verein« habe, der schon bald ein Verein wie jeder andere werden könne.

Den Verbaldöner seines ehemaligen Schützlings warf Watzke in gewohnt beleidigter Manier zurück und beschuldigte Großkreutz des ungezogenen Nachtretens. Watzkes Kritik klang dabei allerdings eher wie eine elterliche Standpauke an ein schwieriges Kind. Er hätte ja immer zu ihm kommen können, um sich einfach mal auszusprechen. Aber der Junge erzählt ja zu Hause nichts. Einen Ratschlag sendet der BVB-Boss aber natürlich trotzdem nach Istanbul und empfiehlt, dass sich Großkreutz einfach mal auf sich selbst konzentrieren solle.

Da das aber nur der jüngste Fall in Watzkes Jammerakte ist, lohnt es sich ab und zu mal einen Blick auf frühere Einträge zu riskieren. Wir haben einige der schönsten Ausfälle der beleidigten Dauerwurst zusammengetragen, um kurz vor dem deutschen clásico längst verheilt geglaubte Wunden wieder aufzukratzen:

Im Jahre 2007 will Watzke die Schuld für die anstrengenden Aufräumarbeiten beim BVB eigentlich nicht bei seinen Vorgängern Gerd Niebaum und Michael Meier suchen. Aber sie lassen ihm wirklich keine Wahl:

»Ich habe die ganze Zeit keine Vorgängerschelte betrieben, doch wenn wir heute nicht noch erheblich an den Lasten der Vergangenheit arbeiten müssten, hätten wir sportlich eine ganz andere Aussagekraft.«

2009 findet Aki es ungerecht, dass einige Klubs mehr Sahne lutschen dürfen als seiner:

»Es darf nicht sein, dass die großen Klubs wie Schalke, der HSV und wir die Folklore abliefern, und Klubs aus Hoffenheim und Wolfsburg die Sahne aus dem Thema lutschen!«

Auch die natürliche Geburt der gehassten Stiefgeschwister zweifelt er an:

»Es kann nicht sein, dass Wolfsburg und Hoffenheim, die ohnehin nur aufgrund eines Geburtsfehlers 1998 in die Bundesliga gekommen sind und sowieso das meiste Geld haben, dann auch noch partizipieren.«