Was wurde aus Monacos 2017er Überraschungsmannschaft?

Der eine wollte nicht, der andere durfte nicht

Fabinho


Als Bakayoko noch für die Monegassen spielte, lief nebem ihm Fabinho auf. Der brasilianische Sechser ist nach wie vor in Monaco – und nicht unbedingt Fan dieser Konstellation. Monaco wollte ihn aufgrund der vielen Abgänge nicht ziehen lassen, was er dem Klub übel nahm. Manchester United und PSG sollen interessiert gewesen sein. 



Thomas Lemar


Der zweite Hochbegabte, der noch heute im Stade Louis II spielt, ist Thomas Lemar. Nach seiner fantastischen Saison in Liga und Königsklasse hatte der FC Arsenal Interesse. Nach längeren Verhandlungen zwischen den beiden Klubs einigte man sich irgendwann auf eine Ablösesumme von 100 Millionen Euro. Die Freude Arsenals, nun endlich direkt mit Lemar verhandeln zu können, währte jedoch nicht lange. Der französische Nationalspieler sagte prompt ab. Arsenal stand ohne neuen Linksaußen da, wodurch sich der Wechsel von Alexis Sanchez in den Winter verschob. »Ich bin ein Spieler Monacos und ich bin sehr glücklich dort. Ich werde mich jetzt um eine gute Saison mit meinem Verein kümmern und versuchen, in meiner Karriere den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen«, so Lemar damals bei einem Fernsehinterview. 


Die Klasse von 2017

Monaco blieb nicht lange auf den Transfereinnahmen sitzen, sondern lockte, ganz getreu der Vereinsphilosophie, die nächste Handvoll Hochbegabter ins Fürstentum. So wurde kurzerhand der Transferrekord für 16-Jährige pulverisiert, als die Monegassen im Winter den italienischen Offensiven Pietro Pellegri für 25 Millionen Euro aus Genua holten. Bereits im Sommer kam der für die belgische Liga längst überqualifizierte Mittelfeldspieler Youri Tielemans. Das meiste Geld, 30 Millionen Euro, wurde für Keita Baldé ausgegeben, der sich zuvor bereits bei Lazio Rom einen Namen machen konnte. Diese drei Wechsel zeigen, dass Monaco längst wieder eine Top-Adresse für Talente ist. Davon zeugt auch der Transfer von Jordi Mboula, der für lediglich drei Millionen Euro aus La Masia ins Fürstentum ging. 



Auf einer Stufe mit Porto und Ajax



Darüber hinaus setzt man auch im Fürstentum auf Leih-Geschäfte. Der zentrale Mittelfeldakteur Soualiho Meite und der niederländische Linksverteidiger Terence Kongolo wurden im Sommer geholt und direkt wieder verliehen. Momentan ist eine komplette Elf vorübergehend bei anderen Vereinen beschäftigt, Mbappé ausgenommen. 

Wie also wird es weitergehen? Wie immer. Die vergangene Saison des AS Monaco war ein extremer Ausreißer nach oben, vielleicht waren im Kader des Klubs noch nie so viele gute Spieler. Die Gala-Auftritte gegen Manchester City oder Borussia Dortmund werden die Ausnahme bleiben.

Das große Interesse von Top-Klubs an Monacos Talenten hat jedoch Bestand, weil die Verantwortlichen – ausgestattet mit dem nötigen Kleingeld – einen sehr guten Job machen. Die AS Monaco, 2013 nur noch Zweitligist, steht mittlerweile auf einer Stufe mit Klubs wie dem FC Porto oder Ajax Amsterdam – wenn es darum geht, Spielern zum nächsten Schritt zu verhelfen. Die anderen beiden Klubs waren schon Champions-League-Sieger, Monaco gelang das noch nicht. Vielleicht klappt es ja mit Mboula, Pellegri und Tielemans.