Was Vereine außer ihrer Ärmel noch vermarkten könnten

Lieber Arm ab als arm dran

Schalke 04 hat seine Ärmel als erster deutscher Klub an ein Unternehmen verkauft. Der Gipfel des Kommerz? Nein, da geht noch mehr. Wir haben fünf Vorschläge. 

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Was haben wir gewartet, nervös unsere Bleistifte auf Millimeterlängen abgekaut, ungeduldig wie vor einem ABBA-Revivalkonzert. Hungrig, auf neue »innovative Modelle« der Bundesliga-Vereine, noch mehr Geld durch Vermarktung zu scheffeln. Und dann endlich: Rauch aus den klugen Köpfen der Marketingabteilungen. Habemus nova moneta. Einfach mal die Trikotärmel, bis zur noch laufenden Saison von der DFL zentral vermarktet, selbst an Unternehmen verhökern.

So als erstes geschehen bei Schalke 04. Für 20 Millionen Euro. An »Allyouneed«, den Online-Marktplatz der deutschen Post, auf dessen Startseite direkt ein Besteckset für schlappe 59,95 Euro angepriesen wird. Bevor wir uns aufregen, wo hier noch der Bezug zum Malocher-Image vorhanden ist, helfen wir lieber unseren Herzensklubs mit ein paar Ideen, noch mehr Geld zu machen. Eine Auswahl an Dingen, die die Vereine noch so für Unternehmen freigeben könnten.

1. Flanken

Klar, ein Logo kann man nicht auf Flanken drucken. Aber warum denn nur Materielles an den Mann bringen? So würde durch die Vermarktung von Hereingaben nicht nur Geld eingenommen, sondern auch das Jobprofil des Stadionsprechers erweitert. Wir zumindest können uns sehr gut vorstellen wie Nobby Dickel nach einer Bogenlampe von Marcel Schmelzer ins Mikro grölt: »Und dieser Ball wurde Ihnen präsentiert von Chiquita. Man sieht, dass es schmeckt.« Manfred Kaltz gefällt das.

2. Kullerbälle

Der Titan wusste es vor allen anderen und spätestens seit dem letzten Tor von Pierre-Michel Lasogga auf Schalke wissen wir es auch: Fußball und Eier sind eine einzigartige Symbiose. Am besten wäre natürlich gefürchtete eiernde Ball ob seiner hohen Frequenz in der Kreisliga vermarktbar, meist dem Restpegel des Zeugwarts beim Aufpumpen geschuldet. Umso lukrativer für große Unternehmen einen dieser raren Eierbälle in der Bundesliga für sich gewinnen zu können. Das Tor von Thomas Müller powered bei Rheinischer Landwirtschafts-Verlag GmbH. Bei Mannschaften unter Felix Magath wegen der Missachtung von Freilandhaltung allerdings schwierig.

3. Die Stirn der Spieler

Hier ist gibt es zahlreiche Möglichkeiten, technisch wie inhaltlich. So ist die gezielte Tätowierung des eigenen Werbeclaims auf dem Körper der Spieler schon lange ein Ziel, das Unternehmen anstreben. Das Problem: Oft ist auf der Profi-Haut der lukrative Platz bereits an Schriftzüge in Schnörkelschrift und bunte Sternchen vergeben. »Hier könnte das freie Feld über den Augenbrauen die Lösung sein«, verrät uns ein Insider, »Natürlich individualisiert auf die Fähigkeiten des jeweiligen Spielers.« Beim kopfballstarken Guido Burgstaller sei beispielsweise Stahlhersteller Thyssen Krupp sicher eine geeigneter Sponsor, bei Mats Hummels würde sich die Lufthansa anbieten. 

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