Was man wissen sollte über: Zenit St. Petersburg

Festgeld trifft Arschlöcher

Mit dem Spiel in Sankt Petersburg betritt Borussia Dortmund europäisches Neuland, denn noch nie sind beide Klubs aufeinander getroffen. Deswegen gibt es hier schnelles Angeberwissen für den heutigen Champions-League-Abend.

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Zahlen, bitte
Sankt Petersburg hat insgesamt 4,8 Millionen Einwohner, ist die zweitgrößte Stand Russlands und die viertgrößte in Europa. Sie ist zudem die nördlichste Millionenstadt der Welt und wurde 1703 von Peter dem Großen auf einem Sumpfgelände gegründet. Die Stadt beheimatet insgesamt 2300 Paläste, Schlösser und Prunkbauten und gehört zum Weltkulturerbe der Unesco. Von 1914 bis 1924 hieß die Stadt Petrograd, von 1924 bis 1991 Leningrad, seitdem heißt sie – wie zu ihrem Gründungszeitpunkt – Sankt Petersburg.


Altlasten
Der Verein wurde 1925 in einem Leningrader Metallwerk gegründet und hieß »Stalinez Leningrad«, benannt nach Josef Stalin. Kurz nach der Befreiung der Stadt Leningrad von der Blockade der deutschen Wehrmacht holte der Klub  1944 erstmals den UdSSR-Pokal und wurde der erste nicht aus Moskau stammende Verein, der diesen Titel erringen konnte. Den Namen Zenit St. Petersburg trägt der Verein seit 1991.

Festgeldkonto
In den beiden vergangenen Jahren kaufte Zenit im ganz großen Stil ein und spülte knapp 140 Millionen Euro auf den Transfermarkt. Vor allem der Last-Minute-Einkäufe des Brasilianers Hulk (55 Millionen Euro Ablöse) und des Belgiers Axel Witsel (40 Millionen Euro) sorgten für Aufsehen, weil Zenit beide kostspieligen Transfers am gleichen Tag verkündete. Dabei profitierte der Klub von der ausgeweiteten Transferphase für russische Klubs, die sechs Tag länger einkaufen durften als alle anderen Ligen in Europa.

Berühmte Fans
Vor allem aus dem politischen Lager kann sich Zenit auf prominente Unterstützung verlassen. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew ist Vorsitzender eines erlesenen VIP-Fanklubs, der aus führenden Politikern und Oligarchen aus dem gesamten Land besteht. Auch Wladimir Putin soll eine heimliche Leidenschaft für Zenit hegen, hält sich aber im Sinne der Volkszufriedenheit mit seiner Zuneigung zurück. Er ist und bleibt eben ein lupenreiner Demokrat.

Goldene Jahre
Die Jahre 2007 und 2008 waren fraglos die bisher erfolgreichsten in der Vereinshistorie. Nach der Meisterschaft 2007 holte die Mannschaft nach einem weniger erfolgreichen Stelldichein in der Champions League schließlich den Uefa-Pokal 2008 und konnte sich nach einem 2:1-Sieg gegen den Champions-League-Gewinner Manchester United auch noch den Uefa-Super-Cup sichern. Obendrein holte der Klub den Russischen Supercup. Nicht schlecht.

Angstgegner der Bundesligisten
Zenits Bilanz gegen deutsche Gegner kann sich durchaus sehen lassen. In insgesamt zehn Spielen gegen Bundesligisten ging der Klub vier Mal als Sieger vom Platz, dazu gab es drei Unentschieden und drei Niederlagen bei 17:15 Toren. Letzter deutscher Gegner der St. Petersburger war im Jahr 2009 der VfB Stuttgart, der im Hin- und Rückspiel mit jeweils 1:2 verlor.

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