Was macht eigentlich: Frank Schäffer

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Frank Schäffer war fester Bestandteil der legendären Fohlenelf von Borussia Mönchengladbach. Nach der Karriere absolvierte er eine Ausbildung und startete nebenbei durch — als Musiker.

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Drei Deutsche Meisterschaften, zwei Uefa Pokal-Siege mit Borussia Mönchengladbach. Und trotzdem ist der Name Frank Schäffer längst nicht so geläufig wie die von Rainer Bonhof, Berti Vogts oder Hans-Günter Bruns, seinen damaligen Mitspielern in der Fohlenabwehr.

Dabei ist der gebürtige Schwabe zumeist gesetzt. Neun Saisons und 284 Spiele über. Egal wie die Trainer heißen. Ob Heynckes, Lattek oder Weisweiler. Der hatte den zweikampfstarken Verteidiger entdeckt, beim Training der SpVgg 07 Ludwigsburg, und den seinerzeit 22-Jährigen sofort unter Vertrag genommen.

Die größte Niederlage? Liverpool

Bereut hat er das nie. Zumindest sportlich. Sein größter Moment? Das Uefa Pokal-Finale gegen Twente Enschede 1975. »Es war mein erstes Spiel auf der internationalen Bühne und wir haben gleich den Pokal geholt. Das war Wahnsinn«, so Schäffer später gegenüber der »Stuttgarter Zeitung«.

Seine größte Niederlage? Das verlorene Finale um den Europapokal der Landesmeister gegen den FC Liverpool im Mai 1977: »Wir sind vier Tage vorher Meister geworden und waren euphorisiert. Dann haben wir in Rom gegen Liverpool verloren. Das zu verdauen, war sehr schwer.«

Creedence Clearwater Revival-Coverband

Die Leidenschaft für den Fußball hat Schäffer von seinem Vater mitbekommen, der ihn früh im Verein anmeldet. Seine Mutter versorgt derweil die künstlerische Ader, schickt ihren Sohn zum Gitarrenunterricht und weckt so dessen lebenslange Leidenschaft für die Musik.

Mit Schulfreunden gründet Schäffer 1971 eine Creedence Clearwater Revival-Coverband, die im Großraum Stuttgart regelmäßig zu Auftritten kommt. Erst mit seinem Wechsel zur Borussia bricht die Kombo auseinander. Losgelassen hat ihn die Musik über all die Jahre dennoch nicht.