Was läuft schief in Bremen?

Wird schon Werder...

Werder Bremen dümpelt am Tabellenende herum. Dabei spielt die Mannschaft keinen unterirdischen Fußball. Was ist los an der Weser?

imago

Die Zeiten, in denen Werder Bremen um die Champions League oder gar den Titel mitspielte, sind zwar lange vorbei. Dennoch: sieglos, drei Punkte aus sechs Spielen, Tabellenplatz 17 - etwas mehr darf es schon sein, denken viele Bremer Fans. Nach dem 0:0 gegen den SC Freiburg waren im Weserstadion erstmals in dieser Saison Pfiffe zu vernehmen. Was ist da los in Bremen? Wieso finden sich die Bremer am Ende der Tabelle wieder? Wir versuchen, die bisherige Saisonleistung der Bremer in fünf Punkten zusammenzufassen.

1. Das Auftaktprogramm war hart

Bevor wir über Bremens Probleme reden, fangen wir mit dem Aber an. Und dieses Aber ist gar nicht mal klein: Bremen hatte ein schweres Auftaktprogramm, vielleicht sogar das schwerste aller Bundesligisten. Vorjahres-Vierter Hoffenheim, Rekordmeister Bayern, auswärts bei den heimstarken Herthanern und gegen Schalke. Dazu noch Wolfsburg, nach einem plötzlichen Trainerwechsel völlig unberechenbar, und nun am Wochenende die stets unangenehmen Freiburger. 

Die Verantwortlichen werden nicht müde zu betonen: Drei Punkte aus diesen sechs Spielen sind keine unterirdische Ausbeute. Das führt uns zum zweiten Aber...

2. Bremens Defensive ist solide

Sieben Gegentore mussten die Bremer erst hinnehmen. Angesichts der Bremer Gegner und ihrer eigenen Vergangenheit als Team der Kategorie »Im Zweifel offensiv« ist das ein guter Wert. 

Tatsächlich hat Trainer Alexander Nouri sein System gänzlich auf defensive Stabilität eingestellt. Sein 5-3-2 soll das Zentrum schließen und Bremen dort Vorteile verschaffen. Dabei setzt Bremen auf Mannorientierungen. Gerade das Bremer Mittelfeld deckt den Gegner eng und verwickelt ihn dort in Zweikämpfe. Oft bleibt dem Gegner nur der Weg über die Flügel, Bremens kopfballstarke Innenverteidiger köpfen aber alles wieder heraus, was in den Strafraum fliegt.