Was läuft schief beim VfB und FCK?

Wo hakt es beim 1. FC Kaiserslautern?

Wo hakt es beim 1. FC Kaiserslautern?

Der Umbruch

Es ist leider nichts Neues in Kaiserslautern: In schöner Regelmäßigkeit müssen die Pfälzer in der Sommerpause ihre besten Spieler abgeben. Dieses Jahr fiel der Umbruch allerdings größer aus als sonst: 17 Spieler verließen den FCK, 16 wurden neu verpflichtet. Klar, dass ein derart neu zusammengewürfelter Kader sich erst finden muss. Besonders schwer wiegen die Abgänge von Jean Zimmer (zum VfB Stuttgart) und Keeper Marius Müller, der bei RB Leipzig auf der Bank sitzt.

Die Topspieler

Auf dem Papier hat sich der FCK durchaus gut verstärkt. Mit Christoph Moritz, Zoltan Stieber und Mensur Mujdza kam ordentlich Erstligaerfahrung, auch die Transfers von Sebastian Kerk, Jacques Zoua und dem Brasilianer Ewerton ließen aufhorchen. Nur: Diese PS konnte der FCK bisher nicht auf die Strecke bringen, was vor allem daran liegt, dass sich zahlreiche potentielle Stützen des Teams mit Verletzungen rumschlagen. Ewerton, Zoua und Kerk haben kleinere Zipperlein, Mujdza, Przybylko und Moritz drohen sogar längere Aufsfallzeiten.

Die verlorene Aufbruchstimmung

Man mag es kaum noch glauben, aber der Betzenberg war einst ein magischer Ort, an dem Spiele allein durch den Zusammenhalt von Mannschaft und Fans gewonnen werden konnten. Die Gegenwart sieht leider anders aus. Zwar gab es vor Saisonbeginn einen Hauch von Aufbruchstimmung, das 3:4 im Pokal gegen Halle und die derbe 0:4-Heimklatsche zum Ligaauftakt gegen Hannover haben diese jedoch verfliegen lassen. Vor allem auch das 0:2 in Sandhausen empfanden viele im Verein und im Umfeld als weiteren Nackenschlag. »Es ist wie ein Schlag in die Magengegend. Die Niederlage wirkt noch nach«, sagte Sportdirektor Uwe Stöver noch Tage später. 

Der Spielplan

»Wir müssen punkten«, fordert Sportdirektor Stöver vor dem Duell gegen Stuttgart, aber dass ein Sieg gegen die Schwaben kein Selbstläufer ist, weiß auch er. Und das Programm wird nur bedingt einfacher: Es warten die gut gestarteten Dresdner und Heidenheimer, anschließend kommt Bielefeld, bevor es zum Tabellenführer Braunschweig geht. Punktelieferanten sehen anders aus. 

Was Hoffnung macht

»Wir brauchen Zeit, aber die haben wir nicht«, sagte Kapitän Daniel Halfar nach dem Spiel gegen Sandhausen. Die Zeit ist allerdings die einzige Hoffnung, die den Pfläzern noch bleibt. Wenn der FCK relativ unbeschadet durch die nächsten Spiele kommt, wird sich auch der Kader sukzessive komplettieren. Sollten wirklich irgendwann alle Topspieler verletzungsfrei zur Verfügung stehen, hat Trainer Tayfun Korkut eine Truppe mit Potential beisammen, die im oberen Mittelfeld mitspielen könnte. Wenn, ja wenn er dann noch Trainer ist.