Was ist in Europas Ligen noch möglich?

Italien & der Rest Europas

Italien

In keiner Top-Liga war die Meisterschaft spannender als in Italien. Theoretisch ist sie noch immer nicht entschieden, doch der neue, alte Meister wird Juventus Turin heißen. Bei noch zwei ausstehenden Spielen hat Juventus sechs Punkte Vorsprung und das bessere Torverhältnis. Neapel hat den zweiten Platz sicher, auch die beiden römischen Klubs sind zurzeit auf Königsklassen-Kurs. Dahinter kommen die Vereine aus Mailand.

Dabei kann Inter noch zu den Champions-League-Plätzen aufschließen, während der AC Mailand eher nach unten schauen muss, denn Atalanta Bergamo und der AC Florenz könnten sich kurz vor Ende der Saison noch an Milan vorbeischieben.

Aus dem Trio am Tabellenende darf sich nur Cagliari Calcio noch Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen. Bis zum rettenden Ufer auf dem 17. Platz ist es nur ein Punkt. Hellas Verona, die kürzlich aufgestiegen waren, und Benevento Calcio, die dann doch noch fünf Spiele gewinnen konnten, sind bereits sicher abgestiegen.

Rest Europas

Es gibt sie tatsächlich noch, die Liga die noch einen Meister suchen. In der Türkei sind es sogar Vier (Galatasaray, Fenerbahce, Besiktas und Basaksehir aus Istanbul).

In Portugal ist der schon gefunden. Hinter dem triumphierenden FC Porto ringen die beiden Großen aus Lissabon um die Champions League. Momentan liegt Sporting auf dem zweiten Rang, Benfica folgt punktgleich auf dem dritten Platz und wäre somit für die Europa League berechtigt. Sporting Braga schließt, auf Rang vier liegend, das Europa-Quartett ab. Dahinter klafft eine fast 30 Zähler große Lücke auf den fünftplatzierten FC Rio Ave.

Eine dicke Überraschung bahnt sich im Land des WM-Gastgebers an. Lokomotive Moskau konnte sich den Meistertitel sichern, dahinter kommen mit Spartak und ZSKA zwei weitere Klubs aus der Hauptstadt, auf dem vierten Rang folgt FK Krasnodar. Moment, da fehlt doch einer! Zenit St. Petersburg liegt auf dem fünften Rang, muss am letzten Spieltag gewinnen und auf Schützenhilfe hoffen, sonst ist der Gazprom-Klub europäisch überhaupt nicht vertreten. Es wäre das erste Mal seit der Saison 2006/07. Um zu verdeutlichen wie lang das her ist: Damals wurde der VfB Stuttgart deutscher Meister.