Was ihr über den Gold Cup wissen müsst

Winnie und die Grenadinen

Bei so vielen Turnieren in der Sommerpause kann man schon mal durcheinanderkommen. Deswegen folgt hier bitter nötiges Angeberwissen zum Gold Cup.

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Geschichte
Bereits seit 1963 wird der Gold Cup ausgetragen, damals allerdings noch unter dem Namen Concacaf Nations Cup. Seit 1991 heißt der Gold Cup nun Gold Cup und nicht erst – anderslautender Gerüchte zum Trotz – seit Jürgen Klinsmanns Zahnpastagrinsen dem Turnier ein güldenes Glänzen verleiht. Der Turnus wechselte seit 1963 von zweijährig zu vierjährig wieder zurück zu zweijährig. Für die WM kann man sich über den Cup seit 1991 leider nicht mehr qualifizieren. Schade drum.

Rekorde
Rekordsieger des Gold Cups ist Mexiko mit neun Titeln, vor den USA mit fünf, Costa Rica mit drei und Kanada mit zwei gewonnenen Turnieren. Außerdem siegreich waren Honduras (1981), Guatemala (1967) und Haiti (1973). Rekordspieler sowie Rekordtorschütze ist der gute alte Landon Donovan mit 34 Spielen und 18 Toren. Vielleicht ja einer für die Bayern?

Knipser
Für den Titel des Rekordtorschützen hat es nicht gereicht, dafür aber für einen nicht minder beeindruckenden Eintrag ins Geschichtsbuch: Mexikos Luis Roberto Alves Dos Santos Gavranic, besser bekannt unter seinem Sensations-Fußballernamen Zague, schoss beim Gold Cup 1993 stolze elf Tore in nur fünf Spielen. Allein sieben Treffer gelangen ihm dabei beim 9:0-Sieg gegen Martinique. Übrigens, für die Statistik-Nerds unter den Lesern: Die Torschützenkönige der Gold Cups 1963, 1965, 1967 und 1971 sind bei Wikipedia noch mit »?« deklariert. Also ab in die »kicker«-Almanach-Bibliothek!

Fußballkrieg
1969 wurden sowohl Honduras als auch El Salvador vom Gold Cup ausgeschlossen. Grund: Der sogenannte »Fußballkrieg«, ein viertägiger militärischer Konflikt zwischen den beiden Ländern, der im Anschluss an die WM-Qualifikationsspiele ausbrach. Die angespannte politische Lage zwischen beiden Ländern gipfelte in Ausschreitungen nach einem Fußballspiel, die bittere Bilanz des kurzen Krieges: 1200 Tote und 17.000 Flüchtlinge.