Was die DFB-Elf in Nordirland erwarten wird

Warum ein Sieg so unbedingt wichtig wäre

Tatsächlich ist es so, dass die neuformierte deutsche Elf mit einem Erfolg am Montagabend mit dann zwölf Punkten die Führung in der Gruppe von Nordirland übernehmen würde. Die Niederländer haben ein Spiel weniger absolviert und drei Punkte Rückstand auf die deutsche Mannschaft. »Die Köpfe müssen hoch - und die werden Montag auch oben sein«, sagte Toni Kroos, der mit 93 Länderspieleinsätzen der erfahrenste ist. Auch Löw erwartet gegen die schwer zu bespielenden Nordiren einen Stimmungswechsel. »Da werden wir, da bin ich mir sicher, eine Reaktion zeigen.«

Keine Abkürzungen

Eine weitere Niederlage könnte Löws Team von dem schon sicher geglaubten Weg zur EM abbringen. Der Gruppensieg, der einen Platz im besten EM-Lostopf und damit eine leichtere Turniergruppe ermöglichen würde, ist in weite Ferne gerückt. Durch das vierte Gegentor ist der direkte Vergleich gegen die Niederlande (3:2/2:4) verloren. »Es tut natürlich weh, wie jede Niederlage«, hatte Oliver Bierhoff am Wochenende in Hamburg erzählt und vielsagend nachgeschoben: »Es gibt auf dem Weg zum Erfolg keine Abkürzungen.«

Vor allem die Defensive um Niklas Süle, Jonathan Tah und Matthias Ginter muss Löw stabilisieren. Jeder der drei hatte Anteil an mindestens einem Gegentor, weshalb ihre internationale Tauglichkeit infrage gestellt wurde. »Qualitätsmängel haben wir keine«, sagte Löw, diese Spieler würden das in ihren Klubs »Woche für Woche« unter Beweis stellen.

Personalplanungen

Für das Spiel gegen Nordirland dürfte Löw seine Abwehr auf die klassische Viererkette umstellen. Ginter und Süle spielen im Zentrum, gerahmt werden sie von den beiden Außenspielern von RB Leipzig, Lukas Klostermann (rechts) und Marcel Halstenberg. Letzterer ersetzt den verletzten Nico Schulz. »Wir wollen das Spiel am Montag gewinnen«, sagte Joachim Löw und machte eine kleine Pause, »und alle anderen, die noch kommen, auch.«