Was bedeutet der Wechsel von Mats Hummels?

Bayern vs. wechselnde Herausforderer

In dieser Saison hat sich ein bleiernes Gefühl der Langeweile breit gemacht, wie es das in der Form bislang noch nicht gab. Jahrzehntelang lebte die Bundesliga von der Konstellation »Bayern vs. wechselnde Herausforderer«. Doch inzwischen gibt es ein echtes DDR-Feeling, die Bundesliga erinnert an die Oberliga, wo der BFC Dynamo aus Berlin einsam kreisend zehn Mal hintereinander Meister wurde.

Wird es jemals ein deutsches Leicester geben?

Natürlich werden die anderen Klubs in der kommenden Saison nicht vor Schreck das Spielen einstellen. Borussia Dortmund wird mit Sicherheit mit gut gefüllten Kassen schlaue Transfers machen, von denen Ousmane Dembele der spektakulärste werden könnte. Auch Bayer Leverkusen wird nächstes Jahr wieder ernstzunehmend sein, Gladbach und vielleicht endlich auch mal wieder Schalke.

Und im Stillen werden alle hoffen, dass wir auch in Deutschland mal unser Leicester erleben.

Meisterschaft »mit den Händen in der Tasche«

Doch die Wirklichkeit sieht anders aus. Schon jetzt steht die fünfte Meisterschaft der Bayern nicht wirklich in Frage. Zumal mit einem neuen Trainer Carlo Ancelotti, der noch oft seiner Äußerung begegnen wird, dass man bei den Bayern die Meisterschaft »mit den Händen in der Tasche« gewinnt.

Schlimmer aber noch, als dass für die anderen der Titel fast unerreichbar, ist etwas anderes. Für die Bayern zählt fast nur noch die Champions League, die Deutsche Meisterschaft ist für sie inzwischen zum Trostpreis geworden.