Was aus den 50 aufregendsten Talenten von vor zehn Jahren wurde

Nummer 38 - 50

38. Andrea Russotto (ITA): Damals AC Bellinzona (Italien)/Jetzt Catania Calcio (Italien, 3. Liga)

Zu Andrea Russotto können wir nur sagen: guten Appetit.

39. Renato Augusto (BRA): Damals Flamengo Rio de Janeiro (Brasilien)/Jetzt BJ Sinobo Guoan (China)

Einer aus der Kategorie: In China ist es doch auch ganz nett. Zeigte in Leverkusen auf jeden Fall, warum er damals auf dieser Liste stand.

40. Henri Saivet (SEN): Damals Bordeaux (Frankreich)/Jetzt Newcastle United (England)

Nach unspektakulären Jahren als Halb-Stammspieler bei Bordeaux versucht es der Mittelfeldspieler seit diesem Sommer in England. Bisher läuft es da aber nur so lala. In der Premier League hat er noch keine Minute gespielt. Aber, vielleicht tröstet ihn das ja: Wir haben auch noch keine Minute in der Premier League gespielt.

41. Micah Richards (ENG): Damals Manchester City (England)/Jetzt Aston Villa (England, 2. Liga)

Je mehr Kohle Richards Heimatverein Manchester City für neue Spieler aus dem Fenster warf, desto schwieriger wurde es für ihn, seinen Stammplatz auf der rechten Abwehrseite zu behalten. 2014 zog er schließlich die Reißleine und lies sich zum AC Florenz verleihen. Seitdem hat er sich immer weiter vom Spitzenfußball entfernt. Aktuell ist er verletzt. Doof.

42. Alexis Sanchez (CHI): Damals Udinese (Italien)/Jetzt Arsenal (England)

Ist tatsächlich zu einem der spannendsten Spieler der Welt gereift, nervt allerdings seit Jahren in jeder Transferperiode aufs Neue, so dass man sich beinahe wünscht, er wäre nicht so verdammt gut geworden. Anderseits wünscht man ja niemandem was Schlechtes, schon gar nicht Sanchez, den ja bereits eine klitzekleine Wunde an der Lippe in helle Aufregung zu versetzen vermag.

43. Sergio Tejera (ESP): Damals Chelsea (England)/Jetzt Gymnastic Terragona (Spanien, 2.Liga)
Vergleichbarer Spieler laut »transfermarkt.de«: Fran Merida (siehe 35).

44. Marek Suchy (CZE): Damals Slavia Prag (Tschechien)/Jetzt FC Basel (Schweiz)

Viel sprach dagegen, dass sich ein Mann mit dem Nachnamen Sushy einen Gefallen damit tut, seinem Beruf in einem deutschsprachigen Land nachzugehen. Aber: Der Innenverteidiger mauserte sich in Basel zum Eckpfeiler der Defensive und ist mittlerweile sowohl im Verein als auch in der Nationalmannschaft Kapitän. Oft lagen sie falsch, aber bei Suchy hatte das »World Soccer Magazine« den richtigen Riecher.

45. Ivan Rakitic (KRO): Damals Schalke 04 (Deutschland)/Jetzt FC Barcelona (Spanien)

Reifte nach seiner Station auf Schalke zum Champions-League-Sieger und Weltstar. 


46. Abdou Traore (BFA): Damals Rosenborg BK (Norwegen)/Jetzt Konyaspor (Türkei)

Ballerte als 18-Jähriger Astana mit drei Toren im Alleingang aus der Champions-League-Quali, landete danach über Polen in der Türkei. Dort brach er sich kürzlich den Fuß. Was als Fußballer ja immer scheiße ist.

47. Carlos Vela (MEX): Damals Arsenal (England)/Jetzt Real Sociedad (Spanien)

Irgendwann sahen es alle ein: Vela und Arsenal passte nicht. Also ging der Rechtsaußen nach San Sebastian und mauserte sich zur festen Größe in der Primera Division. Und auch in der mexikanischen Nationalmannschaft ist der Techniker seit Jahren ein wichtiger Mann. Obwohl er - der eigenen Sturheit geschuldet - nach internen Streitereien freiwillig auf die WM 2014 verzichtete. Was Ex-Nationaltrainer Miguel Herrera zu einem bemerkenswerten Satz bewegte: »Carlos Vela hätte der größte mexikanische Fußballer aller Zeiten werden können. Größer als Hugo Sanchez. Er hat sich dagegen entschieden.«

48. Theo Walcott (ENG): Damals Arsenal (England)/Jetzt Arsenal (England)

Noch immer pfeilschnell. Den Klub als Nachfolger von Thierry Henry zurück an die Spitze führen, so wie sich das viele, viele Fans in London und auf der ganzen Welt einst erträumten, wird der Mann aber nicht mehr.

49. Gregory van der Wiel (NED): Damals Ajax Amsterdam (Niederlande)/Jetzt Cagliari Calcio (Italien)
Der Außenverteidiger ist 46-facher Nationalspieler und spielte für Klubs wie Ajax, PSG oder Fenerbahce. Außerdem spektakulär: Angeblich gab er Zlatan Ibrahimovic in der Pariser Kabine einst nicht nur Widerworte, sondern packte sogar eine richtige Beleidigung, die mit »f« anfängt und mit »ick dich« aufhört, aus. Sehr mutig. Komisch: Ein paar Wochen später musste er den Verein verlassen.

50. Ever Banega (ARG): Damals Boca Juniors (Argentinien)/Jetzt FC Sevilla (Spanien)

Nach Jahren in Spanien (Valencia, Atletico, Sevilla) wollte es Banega im vergangenen Sommer noch einmal wissen und unterschrieb bei Inter Mailand. Ein Jahr später flüchtete er zurück nach Sevilla, wo er wieder glücklich zu sein scheint. Erst gestern zirkelte der zweifache Europa-League-Sieger gegen Spartak Moskau einen Ball in den Knick und bereitete einen weiteren Treffer vor.