Was aus den 50 aufregendsten Talenten von vor zehn Jahren wurde

Nummer 26 - 37

26. Kerlon (BRA): Damals Cruzeiro (Brasilien)/Jetzt Karrierende

Egal, wie sich Kerlon derzeit beschäftigen mag, wir sind unendlich neidisch auf den kleinen Brasilianer. Denn einen besseren Wikipedia-Eintrag als den seinen gibt es nicht. Zitat: »Sein Markenzeichen ist der Seehund-Trick, weshalb er auch Foquinho (übersetzt: der kleine Seehund) genannt wird, bei dem er den Ball auf dem Kopf über das halbe Spielfeld balanciert und unstoppbar scheint.« Wow. Galt früh als extrem großes Versprechen des brasilianischen Fußballs und unterschrieb schon als Teenie bei Inter Mailand. Doch diverse Verletzungen warfen ihn immer wieder aus der Bahn, so dass er erst zu Ajax und später in die dritte japanische Liga und nach Miami verliehen wurde. Am 20. Oktober beendete er mit nur 29 Jahren offiziell seine Karriere.

27. Toni Kroos (GER): Damals FC Bayern (Deutschland)/Jetzt Real Madrid (Spanien)

Deutscher Meister und deutscher Pokalsieger, zweifacher Champions-League-Sieger, spanischer Meister und spanischer Pokalsieger und, nun ja, Weltmeister. Man könnte sagen: Nicht viele Greifswalder sind so erfolgreich wie Toni Kroos.

28. Juan Mata (ESP): Damals Valencia (Spanien)/Jetzt Manchester United (England)
Neben der herausragenden fußballerischen Karriere begeistert Mata mit seinem sozialen Engagement und seinem Talent am Piano.



29. Lulinha (BRA): Damals Corinthians Sao Paulo (Brasilien)/Jetzt Pohan Steelers (Südkorea)

Schoss einst in 16 Spielen für die brasilianische U17 16 Tore. Man könnte also sagen: Lulinha ist der brasilianische Samed Yesil. In Korea scheint er spät sein Glück gefunden zu haben. Für die, Achtung, Steelers netzte er diese Saison schon viermal in drei Spielen.

30. Sapol Mani (TOG): Damals Maranatha FC (Togo)/Jetzt vereinslos
Kommt auf 13 Länderspiele für Togo und spielte bis Januar 2017 in Rumänien. Seitdem ist es sehr still um ihn geworden. Sehr, sehr still. Seinem Facebook-Profil kann man immerhin entnehmen, dass er Single ist. 


31. Cristian Nazarit (COL): Damals America de Cali (Kolumbien)/Jetzt Al-Ahli (Katar)
Man kann über den Mittelstürmer (wenn man ihn den auf dem Zettel hätte) sagen, was man will, aber in der zweiten japanischen Liga hat er ordentlich gebombt. In Katar läuft das mit den Toren nicht mehr ganz so gut, dafür wird er aber sicher reichlich entschädigt.

32. Ransford Osei (GHA): Damals Medama SC (Ghana)/Jetzt vereinslos

Der Stürmer spielte in Ghana, Israel, Holland, Südafrika und Finnland. Seine besten Jahre blieben die in der ghanaischen U17.

33. Aaron Niguez (ESP): Damals FC Valencia (Spanien)/Jetzt Real Oviedo (Spanien, 2.Liga)

Niguez ist dann wohl das, was man hierzulande einen Wandervogel nennt. Elf Jahre als Profi, elf Vereine. Meistens spielten die in der zweiten spanischen Liga, so wie seine aktuelle Affäre, Real Oviedo.

34. Daniel Opare (GHA): Damals Ashanti Gold (Ghana)/Jetzt FC Augsburg (Deutschland)

Hatten wir ehrlich gesagt auch nicht auf dem Schirm: Daniel Opare galt mal als Mammut-Talent und spielte für Real Madrid C, Real Madrid B, Besiktas, den FC Porto und Standard Lüttich. Jetzt eben Augsburg. Das Leben ist manchmal komisch.

35. Fran Merida (ESP): Damals Arsenal (England)/Jetzt CA Osasuna (Spanien, 2.Liga)

U17, U19, U20, U21: Fran Merida durchlief alle wichtigen spanischen Jugendnationalmannschaften. Und fiel dann hinten rüber. Nach diversen Versuchen bei Arsenal und Atletico Madrid ist er seit Jahren Stammspieler in der zweiten spanischen Liga.

36. Nikolay Mihaylov (BUL): Damals Liverpool (England)/ Jetzt vereinslos

Der Keeper gehörte früh Liverpool, war aber über die komplette Vertragsdauer ausgeliehen zu Twente Entschede, wo er auch drei Jahre fast jedes Spiel machte. Danach ging es, und selten war das Wort rasant so angebracht wie in diesem Fall, rasant bergab. Zunächst auf die Bank von Hellas Verona, dann ein Jahr später auf die eines türkischen Drittligisten. Seit diesem Sommer steht er ganz ohne Verein da.

37. Mesut Özil (GER): Damals Schalke 04 (Deutschland)/Jetzt Arsenal (England)

Reifte nach seiner Station auf Schalke zum Weltmeister und Weltstar.