Warum Werder gerade so stark ist

Es zeichnet sich ein Muster ab

4. (Fast) jeder Schuss ein Treffer

Die Chancenverwertung ist derzeit wohl Bremens größte Stärke. Sechs Spiele ist Bremen nun ungeschlagen. In diesen sechs Spielen schossen sie 55-mal in Richtung des gegnerischen Tores, 15 dieser Schüsse gingen ins Tor. Das ergibt eine Quote von 3,67 Schüssen pro Tor. Der Bundesliga-Schnitt liegt bei 8,85, Abstiegskandidaten wie Augsburg und Ingolstadt benötigen rund 13 Schüsse pro Treffer.

5. Bremen nutzt den Moment



Das Beeindruckende an Bremen ist nicht nur ihre Chancenverwertung – sondern die Chancenverwertung, wenn es darauf ankommt. Zuletzt landete gleich der erste Torschuss im Netz. So auch gegen Freiburg: Einen einzigen Ballkontakt hatten die Bremer bis zur 21. Minute im gegnerischen Strafraum. Max Kruses Sonntagsschuss warf Freiburg aus dem Gleichgewicht. Danach dominierte plötzlich Bremen das Spiel, störte früher, war wacher. Schon vor zwei Wochen gegen Leipzig fiel die Führung aus dem Nichts. Ab da waren die Bremer überlegen und erarbeiteten sich die besseren Chancen.

Es zeichnet sich ein Muster ab: Bremen kann nicht über 90 Minuten hinweg mit einem aggressiven Pressing oder schnellen Angriffen punkten. In den entscheidenden Spielphasen sind sie aber wacher. So kontrollierten sie gegen Freiburg nach dem Führungstreffer das Spiel, die Tore kurz vor und nach der Pause brachen dem Gegner das Genick.

Bremen gewinnt somit auch Spiele, die sie nicht über die volle Spielzeit dominieren können. Damit gelang ihnen in diesem Jahr ein eindrucksvolles Comeback. In Anlehnung an den Bremer Funktionär und Alt-Sozi Willy Lemke könnte man sagen: Nouri ist der Martin Schulz Bremens.