Warum Werder gerade so stark ist

Bremens neuer König: Thomas Delaney

2. Delaney sei Dank: Bremen dominiert das Mittelfeld

Apropos Mittelfeld: Wer sich an große Bremer Mittelfeldspieler der vergangenen Jahre zurückerinnert, der denkt zunächst an Johann Micoud, Diego oder Mesut Özil. Vergessen wird manchmal, dass defensivstarke Sechser die Genialität der offensiven Mittelfeldspieler absicherten – Spieler wie Frank Baumann, Fabian Ernst oder Thorsten Frings.

Zum ersten Mal seit längerer Zeit hat Bremen wieder die Akteure, um das Mittelfeldzentrum stabil zu halten. Entscheidend hierfür war der Winter-Neuzugang Thomas Delaney. Bei eigenem Ballbesitz gestaltet er das Spiel aus der Tiefe, bei gegnerischem Ballbesitz sichert er den Raum vor der Abwehr. Auch Maximilian Eggestein überzeugte gegen Freiburg als absichernder Sechser.

Ihre Präsenz erlaubt es Spielern wie Florian Grillitsch und dem (am Wochenende ausgefallenen) Zlatko Junuzovic offensiver zu denken. Bremen kann endlich wieder auf ein starkes Zentrum mit einer guten Aufgabenteilung setzen.

3. Mittelfeldspieler treffen, Stürmer gestalten

Vertauschte Rollen in Bremen: Die Stürmer taten sich zuletzt als Spielgestalter hervor, während die Mittelfeldspieler die Tore schossen. Max Kruse und (der zurzeit angeschlagene) Claudio Pizarro sind spielstarke Angreifer, die sich im Spielaufbau auch mal fallen lassen. Dadurch entsteht ein interessantes Wechselspielchen mit den Mittelfeldspielern, die dynamisch nach vorne rücken.

Gerade gegen mannorientierte Gegner wie Freiburg funktioniert dieses Wechselspielchen gut, da die gegnerischen Mittelfeldspieler die Läufe der Bremer Achter verfolgen. Bremen reißt somit Lücken ins gegnerische Mittelfeld. Gegen Leipzig erzielten Zlatko Junuzovic und Florian Grillitsch je einen Treffer, gegen Freiburg netzte der nachrückende Delaney gleich dreimal ein. Somit kann Bremen auch verschmerzen, dass Top-Torjäger Serge Gnabry (zehn Treffer) fehlt.