Warum sich der SC Freiburg im Aufschwung befindet

Breisgau-Magie

Zehn Punkte aus vier Spielen, jetzt ein 1:0-Sieg gegen Borussia Mönchengladbach. Was geht ab in Freiburg? Fünf Gründe für den Aufschwung.

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Als der Schiedsrichter die Partie Freiburg gegen Mönchengladbach endlich abpfiff, stürmte Christian Streich auf das Feld. Wie ein Springteufel hüpfte er auf und ab, ballte die Faust, umarmte jeden Freiburger Spieler, der in seinen Weg kam. Er feierte den 1:0-Sieg, als hätten seine Freiburger gerade eben den deutschen Meistertitel gewonnen.

Streichs Jubel war nicht ohne Grund: Nachdem Freiburg schwere Wochen erlebte und sie im Tabellenkeller zu versacken drohten, gelang ihnen mit dem Sieg gegen Borussia Mönchengladbach der Befreiungsschlag. Drei der vergangenen vier Spiele gewann Freiburg, erstmals seit dem ersten Spieltag stehen sie in der Tabelle besser da als Rang 15. Wir sammeln fünf Gründe für den Freiburger Aufschwung.

1. Heimstärke

Zu Hause hui, auswärts pfui: So lautet das diesjährige Motto der meisten Bundesligisten, nicht zuletzt auch von Freiburg. 14 ihrer 18 Punkte holten sie zu Hause. Vor allem defensiv stehen sie zu Hause besser, wie die Statistik beweist: Nur einmal kassierte Freiburg in dieser Saison zu Hause mehr als ein Gegentor (beim 3:2-Erfolg über Hoffenheim). Auswärts hingegen fingen sie nur in einer Partie weniger als drei Gegentore (beim 0:0 gegen Werder Bremen). Zu Hause lassen sie im Durchschnitt elf gegnerische Schüsse pro Spiel zu, auswärts hingegen knapp 19. Das enge, stets gut gefüllte Schwarzwald-Stadion ist aktuell eine Bastion.

2. Freiburg beherrscht (endlich wieder) die Basics

Ein großes Problem zu Saisonbeginn war die fehlende Eingespieltheit. Freiburg verlor vor der Saison wichtige Schlüsselspieler und musste sich personell neu aufstellen. Zahlreiche Verletzungen erschwerten diesen Findungsprozess.

Diese fehlende Routine zeigte sich anhand von zwei Symptomen. Zum einen brach Freiburg regelmäßig nach einem Rückstand ein. Sobald die Mannschaft weiter aufrückte, fingen sie sich reihenweise Konter. Die defensive Stabilität in letzter Linie war nicht immer gegeben, nicht zuletzt da Streich in der Innenverteidigung mit herben Verletzungssorgen zu kämpfen hatte.

Das zweite Symptom war das schwache Offensivspiel. Freiburg hatte extrem niedrige Ballbesitz-Werte, verlor den Ball häufig aufgrund schlechter Abspiele. Mittlerweile läuft der Ball wieder besser durch die eigenen Reihen, sie können mit einer tiefen Ballzirkulation den Druck aus einer Partie nehmen. Ein gewichtiger Faktor dafür ist Nicolas Höfler, der sich aktuell stark engagiert – im Spiel gegen den Ball, aber auch im Spiel mit dem Ball. Freiburg hat wieder eine gewisse Grundstabilität, die zu Beginn der Saison fehlte.

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