Warum Michael Gregoritsch für den FCA so wichtig ist

Endlich wieder Wunderkind

Beim HSV wurde Michael Gregoritsch erst nicht glücklich –  und dann ausgepfiffen. In Augsburg läuft es bei ihm langsam fast so gut wie früher, als er in Österreich Rekorde brach.

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Gleich am ersten Spieltag musste Michael Gregoritsch mit seinem neuen Klub FC Augsburg bei seinem Ex-Verein HSV ran. Und für den jungen Österreicher wurde es keine sonderlich angenehme Rückkehr nach Hamburg. Auswechslung in der 67. Minute, die nennenswerteste Aktion eine Schwalbe, für die er Gelb sah und von den Hamburger Fans noch heftiger ausgepfiffen wurde als zuvor schon.

Dazu die zweite Niederlage im zweiten Pflichtspiel für den FCA. Nach dem Spiel setzte es von den HSV-Fans Häme und Beleidigungen auf der Facebook-Seite des 23-jährigen: »Das war das allerletzte Junge! Gegen seinen Ex-Verein ne Schwalbe.. charakterlos ohne Ende!«, kommentierte einer, »Charakterloses Arschloch« und »Hoffendlich [sic] steigst du mit Augsburg ab!« ein anderer.

Es war das unschöne Ende einer unglücklichen Zeit für Gregoritsch. Obwohl er in den zwei Jahren an der Elbe mit zehn Toren in 55 Spielen zweitbester HSV-Torschütze nach Nicolai Müller war, kam er in Hamburg nie wirklich zur Entfaltung. Häufig musste er wegen Ausfällen oder taktischen Gründen auf der Außenbahn statt im Zentrum ran, kam außerdem in einer durchschnittlich besetzten Hamburger Mannschaft oft nur von der Bank.

Unfassbare Quoten in der Jugend

Zu wenig Spielzeit für einen, der schon früh als Riesentalent galt – und noch genügend Zeit hat, ein ganz Großer zu werden. Im Alter von sechs Jahren fängt Gregoritsch in seiner Geburtsstadt Graz beim AK an zu kicken. Regelmäßig ist er Topscorer der Jugendteams, 17 Buden in 15 Spielen in der Saison 2005/06, 36 Tore in 22 Spielen ein Jahr später. 

2008 ght es weiter zum (Achtung, Spitzenname!) KSV Superfund, für den Gregoritsch (Achtung, Spitzenwortspiel!) zu einem ebensolchen wird, als er direkt in seinem ersten Jahr 31 Treffer in 18 Einsätzen verbucht. Am 14. April 2010 dann das Bundesliga-Debüt für die erste Mannschaft, die sein Vater trainiert. In der 80. Minute eingewechselt, erzielt er vier Tage vor seinem 16. Geburtstag als jüngster Spieler aller Zeiten sein erstes Bundesligator – mit seiner ersten Ballberührung. Als »Wunderkind« gefeiert gab er zu Protokoll: »Ich habe mit dem Papa ausgemacht, dass er mir ein Panini-Album oder ein Spiel für die Playstation besorgen muss.«

Im Sommer 2011 verpflichtet die TSG Hoffenheim den Rekordjungen. Und für Gregoritsch beginnt eine mittelschwere Odyssee. Hoffenheim verleiht ihn erst zurück nach Kapfenberg, wo er für die Zweite aufläuft, dann folgen Einsätze für die U23 der TSG, eine Leihe zum FC St. Pauli und anschließend geht weiter zum VfL Bochum. Nirgends kann er sich wirklich durchsetzen, nirgends bekommt er genügend Zeit. Erst in Bochum geht es mit 25 Einsätzen und 7 Toren langsam bergauf.

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