Warum Maik Franz mit dem 1. FC Magdeburg aufsteigen will

Der Unterschied zwischen Magdeburg und Karlsruhe

Franz lobt: »Unsere Mannschaft ist unsere Stärke.« Es fallen Schlagworte wie Mentalität, Charakter, Physis. »Wenn wir diese Power auf den Platz kriegen, kommt auch die fußballerische Qualität zum Tragen«, sagt Franz.

Den Rest steuern die Fans bei. Die 16 Heimspiele besuchten 278.991 Zuschauer, durchschnittlich 17.436. Rostock (199.900) und der KSC (175.100) folgen abgeschlagen. Gegen Franz' alten Verein wird das Stadion ausverkauft sein. »Die Wucht, die von den Rängen kommt, muss die Mannschaft auf den Platz übertragen und wieder zurückgeben. Die Atmosphäre wird gigantisch, Bundesliga-Level, auch der KSC kommt ja mit einer vollen Kapelle«, frohlockt Franz. Ein Sonderzug mit 2.000 Karlsruhern wird am Spieltag erwartet - und die wollen ihren Verein siegen sehen. Eigentlich muss der KSC sogar siegen.

»Der KSC muss gewinnen«

Denn anders als in der Aufbaustadt Magdeburg geht es bei den Gästen eher um die Vermeidung von negativen Folgen, die ein Nicht-Aufstieg zweifellos nach sich ziehen würde. Die zweite Mannschaft, angesiedelt in der Oberliga, wird der KSC aus Kostengründen nach der Saison abmelden. Ohne die TV-Millionen aus Liga Zwei müsste wohl weiter eingespart werden, auch weil Stadt, Verein und Land ein neues Stadion am alten Standort beschlossen haben.

Aktuell stockt das Projekt aber. Die Bieterangebote für den Bau überstiegen den vorgegebenen Kostenrahmen von 113,7 Millionen Euro. Zwischen Verein und Stadt wird deshalb wieder verstärkt über Gelder und Optionen diskutiert, Ende April soll dann die Öffentlichkeit »in größerem Ausmaß« informiert werden, teilte die Pressestelle der Stadt Ende März mit. Sollte die Mannschaft von Trainer Alois Schwartz ihre Drittliga-Rekordserie von 21 ungeschlagenen Spielen am Stück um weitere, erfolgreiche ergänzen, hätte der KSC wohl auch neben dem Rasen leichteres Spiel.


Weshalb Maik Franz den Unterschied zwischen Magdeburg und Karlsruhe wie folgt erklärt: »Der KSC muss gewinnen, wir sollten und wollen gewinnen.«