Warum hat Gladbach wieder Erfolg?

Offensiver – aber nur einen Tick

Hinter dem häufigeren Herausrücken versteckt sich ein kleiner strategischer Wandel. Gladbach agiert offensiver – aber nur einen Tick. Die Außenverteidiger rücken etwas weiter raus, die Sechser schalten sich ebenfalls häufiger in den Angriff ein. Nach Ballverlusten gehen die Angreifer öfter ins Gegenpressing über anstatt direkt wieder in die eigene Formation zurückzukehren. Damit kann Gladbach mehr Druck auf die gegnerische Verteidigung ausüben.



Dass Schuberts Gladbacher aus zwei Spielen sechs Punkte holen konnte, liegt aber nicht am großen Ganzen, sondern an vielen kleinen Verbesserungen. Mit dem Duo Dahoud-Xhaka hat Schubert endlich eine harmonierende Doppelsechs gefunden, nachdem es hier so lange Probleme gab. Selbiges gilt für das Angriffsduo Raffael-Stindl. Vor allem aber stehen die Gladbacher wieder sicherer bei Standards. Stuttgart kreierte aus zwölf Ecken gerade einmal eineinhalb Chancen – Gladbach erzielte hingegen den wichtigen Führungstreffer nach einer Freistoß-Flanke.

Stuttgart gibt Spiel aus der Hand

Zur Wahrheit gehört auch: Gladbach hat das Glück wieder auf seiner Seite. Gegen Augsburg gelang alles, jeder Schuss war ein Treffer. Gegen Stuttgart konnte sich die Borussia auf die miserable Chancenverwertung des Gegners verlassen. Gerade nach der Pause, als Stuttgart furios im 4-2-4 presste und die Gladbacher Innenverteidiger permanent störte, taten sich die Gladbacher mit dem hohen Spieltempo schwer. Das Umschaltverhalten funktioniert noch nicht reibungslos, zumal nach eigenen Ballverlusten durch das Aufrücken vieler Akteure große Räume im Mittelfeld entstehen.

Dennoch: Die ersten beiden Auftritte unter Schubert sahen wesentlich besser aus als die zuletzt matten Auftritte unter Favre. Schubert hat den Geist der vergangenen Saison wiederbelebt.

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