Warum glänzt Chiles Eduardo Vargas nur bei Länderspielen?

Nur unter Sampaoli überragend

»Wir haben eine großartige Bindung zu Vargas«, sagt Jorge Sampaoli, und man wird das Gefühl nicht los, dass er der einzige Trainer ist, der weiß, wie Vargas tickt und wie man den bulligen Stürmer taktisch einbinden muss.

Ähnliches gilt für Chiles Spielmacher Jorge Valdivia oder auch Hamburgs Sechser Marcelo Díaz, der vor seinem Wechsel in die Hansestadt zuletzt nur noch Ersatzspieler beim FC Basel war.

In Chiles Team überragt nicht nur das Kollektiv. Es werden auch die Stärken der meisten Akteure zum Vorschein gebracht.

»Er reißt das Spiel an sich«

Valdivia muss nicht zu viel laufen, darf dafür aber seine Qualitäten als Passspieler einbringen. Von Díaz erwartet niemand schnelle Dribblings und tödliche Steilpässe am Fließband, sondern einen ruhigen, durchdachten Spielaufbau. Und Vargas erhält die passenden Zuspiele sowie totale Bewegungsfreiheit in der Sturmspitze.

»Jedes Mal, wenn er für uns aufläuft, zahlt sich das aus. Denn er reißt das Spiel an sich«, sagte Sampaoli nach dem Halbfinalsieg gegen Peru und Vargas' Galaauftritt. Der 55-Jährige hat vollstes Vertrauen in seinen Angreifer. Damit dessen Karriere zumindest in Europa nicht unvollendet bleibt, muss er wohl oder übel einen Sampaoli-Zwilling bei einem Klub finden.