Warum Everton-Boss Moshiri jetzt Ärger mit Ex-Spieler Lukaku bekommt

Glauben heißt nicht wechseln

Im Sommer wollte der FC Everton Romelu Lukaku unbedingt halten. Angeblich war sogar eine Vertragsverlängerung so gut wie sicher - bis sich Lukaku umentschied. Der Grund für seine Entscheidung ist umstritten - und könnte sogar zum Rechtsstreit führen. 

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Trennungen machen keinen Spaß. Vor allem dem nicht, der verlassen wird. Und vielleicht lässt sich so erklären, was Everton-Mehrheitsaktionär Farhad Moshiri jüngst über seinen Ex-Spieler Romelu Lukaku sagte. Denn laut Moshiri soll ein Voodoo-Zauber zum Abgang des belgischen Vollkontaktstürmers beim englischen Premier-League-Klub FC Everton geführt haben.

So verzichtete der Torjäger im März 2017 auf eine Vertragsverlängerung bei den Toffees und wollte stattdessen zum FC Chelsea wechseln. Nicht etwa, weil er Chelsea als bessere Möglichkeit ansah, international für Aufsehen zu sorgen oder weil ihn die Veantwortlichen dort zu überzeugen wussten, nein, laut Moshiri habe Lukaku eine Voodoo-Nachricht erhalten. Genau. Eine Voodoo-Nachricht. Die ihm zu verstehen gab, dass er zu den Blues nach London gehen solle.

Lukaku ist sehr katholisch!

Warum er dann nicht zu Chelsea wechselte, sondern im Sommer mit Rekordmeister Manchester United handelseinig wurde und für 80 Millionen Euro Ablöse Richtung Old Trafford zog, verriet Moshiri nicht. Dafür plauderte er über weitere Details der Voodoo-Chelsea-Verschwörung. »Sie werden nicht glauben, was wir ihm geboten haben. Wir haben ihm mehr offeriert als Chelsea, aber damals wollte er unbedingt zu Chelsea«, sagte der iranisch-britische Milliardär. Und weiter: »Wir haben alles versucht, um Rom zu halten.« Die Verträge für eine Verlängerung seien sogar schon vorbereitet gewesen, doch plötzlich habe Lukaku berichtet, er befände sich auf einer Pilgerreise in Afrika und habe bei einem Voodoo-Ritual eine Nachricht erhalten, wonach er unbedingt zu Chelsea wechseln solle.

Dummerweise widersprach ein Vertreter von Lukaku dieser Darstellung im Gespräch mit der BBC prompt und drohte Moshiri humorlos Rechtsmittel an. »Romelus Entscheidung hatte nichts mit Voodoo zu tun«, sagte er, Lukaku sei »sehr katholisch und Voodoo kein Teil seines Lebens oder Glaubens«. Grund für den Abschied von Everton sei gewesen, dass der Stürmer nicht an den Klub und das Projekt von Moshiri geglaubt habe. Was übel klingt, wenn man es mit dem FC Everton hält. Und was ein Grund sein könnte, lieber an Voodoo zu glauben.