Warum dieser Golden Retriever seinen eigenen Sitzplatz hat

You’ll never wuff alone

Der Hund ist der beste Freund des Menschen und Fußball die schönste Nebensache der Welt. Dass sich beides wunderbar kombinieren lässt, beweist der schottische Pollok FC – wo Retriever Yardley regelmäßig auf der Tribüne sitzt.

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Bei jedem Heimspiel des Pollok FC sitzt der Retriver Yardley auf seinem Platz im Newslandsfield Park, wo der Verein aus der Nähe von Glasgow beheimatet ist. Auch auswärts, wie auf dem Bild im New Tinto Park des Benburb FC, ist der Vierbeiner mit dabei.

Sein skepischer Blick verfolgt das Spielgeschehen dann so, dass es leicht möglich scheint, dass der Retriver bei gelungenen Aktionen aufbellt und bei Ballverlusten sowie vergebenen Torchancen jault. Und wird einer der schwarz-weißen Spieler Polloks über den Haufen gegrätscht, dann knurrt Yardely, fletscht mit den Zähnen. Nur Oliver Kahns Grimassen waren schöner.

Amateurfußball als Bindeglied

Aktuell tritt der Pollok FC in der West Region Premiership an, einer schottischen Amateurliga, die unabhängig von den Profiligen der Scottish FA ist. Und dort läuft es gut für den Klub aus der Nähe Glasgows, der die Tabelle anführt. Sehr zur Freude von Yardley, der von vielen Fans als Vereinsmaskottchen gesehen wird. Unter anderem spielte der Hund nämlich schon in YouTube-Videos des Vereins mit – in denen er schottischen Pie als Halbzeitsnack verspeiste. 

Yardleys Herrchen ist Fan des schottischen Erstligisten St. Mirren, daher kommt auch der Name des Rüden: Angreifer Mark Yardely erzielte für den Verein in 226 Spielen 68 Tore. Das reichte Besitzer David, um seinen Hund nach dem Stürmer zu benennen. Da David seinen Hund nicht mit ins Stadion von St. Mirren nehmen darf, ist der Pollok FC der gemeinsame Verein der Beiden.

Kreisliga-Hunde auf Instagram

Hunde sind in den Niederungen des Fußballs keine Seltenheit. So können beispielsweise auf der Instagram-Seite »Nonleaguedogs« hunderte Vierbeiner auf Kreisliga-Exkursion bewundert werden. Der Hund als bester Freund des Menschen ist auch beim Fußball mit dabei. Das wird Friedel Rausch nicht gerne hören. Denn der damalige Schalker wurde einst im Revierderby von einem Polizeihund angefallen – und sorgte damit für einen der kultigsten Bundeliga-Momente.

Bissattacken sind bei Yardley nicht zu befürchten. Wenn der bevorstehende Winter die Glasgower Vorstadt mit unbarmherzigen Nordwinden und Regenfällen fest im Griff hat, dann hält Yardley weiter die Stellung auf seinem Platz im Newslandsfield Park. Ausgerüstet ist er dann mit einem schwarz-weißen Schal seines Pollok FC. Eine Schiebermütze, in schottischem Tartan gemustert, würde das Bild perfekt abrunden. Eine Dauerkarte hat der Retriever übrigens nicht. Vor jedem Spiel kauft ihm Herrchen David eine Karte im Wert von drei Pfund.

Yardley und der Pollok FC, das passt zusammen. Und durch den viralen Hit ist zu vermuten, dass der Verein auch noch von seinem vierbeinigen Maskottchen profitiert.