Warum diese Spieler nach rassistischen Beleidigungen den Platz verließen

Keine Vorwürfe an den FC Weizen

Doch im Gespräch mit 11FREUNDE nimmt Thomas Kummer den FC Weizen in Schutz. Der Vorsitzende betont, dass der gegnerische Verein nichts, rein gar nichts für den Zwischenfall könne. »Idioten gibt es schließlich überall«, sagt er. Weizen habe sich schriftlich beim SC Lauchringen und sogar speziell bei Kebba Mamadou entschuldigt und sich stets fair verhalten. Egal wie das Bezirksgericht über den Spielabbruch entscheiden wird: Der SC Lauchringen will die Punkte dem FC Weizen überlassen. Sie hätten das Spiel klar verloren und würde einen Wiederholungstermin nicht annehmen, so Kummer.

Überwältigende Resonanz

Die Resonanz, die den Verein im Nachhinein erreicht, findet er überwältigend. Dutzende von E-Mails erreichen ihn zu dem Thema. Eine berührte ihn besonders: Eine Lehrerin bedankte sich für die Geste und schrieb, sie hätte den Vorfall in ihrer Klasse behandelt und gute Diskussionen anregen können. Der Vorfall zeige Probleme, die es in Deutschland gebe, und zeige gleichzeitig Lösungsansätze. Kummer hofft, dass die ganze Situation den Krakeelern verdeutliche, wer da eigentlich spielt und was Menschen wie Mamadou durchgemacht hätten, um überhaupt nach Deutschland zu kommen.

Bratwurst und Bier (und Respekt)

»Die essen ihre Bratwurst, trinken vier Bier und wissen gar nicht, was für Menschen das sind, die da auf dem Platz stehen«, empörte sich der Vorsitzende im Interview. Madamdou äußerte sich in einem Beitrag des SWR. Er möchte weder über seine Herkunft noch über seine Hautfarbe definiert werden. Er spiele gerne für Lauchringen und werde das auch weiterhin tun. Zudem sei er sehr beeindruckt vom Verhalten seiner Mitspieler, denen man für ihre Geste nichts anderes als Respekt zollen könne.

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