Warum die Torlinienrichter nerven

Zwischen Russenhocke und Plumpsklo

Die Idee für den Torlinienrichter mag einleuchten. Doch in der Praxis sind sie ein einziges Ärgernis und gehören dringend abgeschafft.

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Da stand er nun, der Torlinienrichter. Inmitten des Borussia-Parks, festgeklebt an seiner scheinbaren Lebenswurzel — der Torauslinie. In der ewigen Grundhaltung seiner Berufsgruppe, halb Russenhocke, halb Plumpsklo. Und tat, was Torlinienrichter so tun: Nichts.

Dabei hätte es durchaus Anlass gegeben, einzugreifen. Gladbachs André Hahn hatte sich ihm genähert, auf der Jagd nach dem Ball und in engem Geleitschutz eines Celtic-Verteidigers. Dann rangelten sie um das Spielgerät, als gelte es viele kleine Brandherde zugleich auszutreten.

Das übliche Nichts

Schließlich rollte der Ball ins Aus, der Schiedsrichter entschied auf Abstoß. Eine Fehlentscheidung, wie die Zeitlupe ganz eindeutig zeigte. Ein Umstand, den der Torlinienrichter, nur Zentimeter vom Ort des Geschehens entfernt, unbedingt sehen musste.

Doch anstatt seiner Funktion nachzukommen, und dem Hauptschiedsrichter auf seinen Fehler aufmerksam zu machen, beschränkte sich der »zusätzliche Schiedsrichterassistent«, wie er auf dem Spielberichtsbogen der Uefa genannt wird, auf das übliche Nichts.

Hoffnungslose Lebensaufgabe

Es war nicht das einzige Mal am gestrigen Abend, dass der Torlinienrichter seinen Arbeitsauftrag schlicht ignorierte. Und das x-te Mal überhaupt, seit der Einführung des überflüssigsten Amtes in der Saison 2009/10. 

Eine Spielsituation ausfindig machen zu wollen, in der ein Torlinienrichter seither positiv auf sich aufmerksam gemacht hätte, würde zu einer Lebensaufgabe verkommen. 

Beschäftigungstherapie für Amateure

Vielleicht sollte man Horst Heldt fragen, der einst und noch in Schalker Amt und Würden befand: »Der Torrichter — ich weiß gar nicht, was der macht. Das ist wohl Beschäftigungstherapie. Das macht keinen Spaß, wenn man solche Amateure am Rand stehen hat. Und dann beschweren die sich noch, dass wir uns darüber aufregen.« 

Oder vielleicht lieber Markus Gisdol: »Jetzt rechnen wir mal zusammen, was diese Torrichter alle zusammen kosten. Spende das Geld für irgendwas; da bist du zehnmal besser aufgehoben als die Leute in den Flieger zu setzen und ein schönes Mittagessen hinzustellen.«

Prost Mahlzeit.

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