Warum die Serie C vor dem Aus steht

Ein Auffangbecken für Bankrotteure

Die Serie C in Italien ist in drei Staffeln aufgeteilt (Nord/Mitte/Süd) und leidet unter einem ähnlich schweren Aufstiegsprozedere wie die Regionalligen in Deutschland. Zwar steigen die Meister direkt auf. Ein vierter Platz wird allerdings in einer langen kräftezehrenden Playoff-Runde zwischen zwölf Teams ausgespielt. Zudem gilt die Serie C vor allem als Auffangbecken für insolvente Erstligisten und Durchmarsch-Station. So mussten sich Vereine wie der AC Turin, der SSC Neapel und die Fiorentina bereits in der dritten Liga neu aufstellen. Parma Calcio (ehemals bekannt als FC Parma und AC Parma) durchlebte die Kombination aus Insolvenz, Zwangsabstieg in die dritte Liga und direktem Durchmarsch in Liga 1 unter anderem Namen schon zwei Mal in den letzten 14 Jahren.

Und in dieser Saison? In einer Pressemitteilung des Verbands heißt es: »Wir befinden uns in einer Lage totaler Unsicherheit«. Mehrere Vereine, unter anderem SS Matera Calcio, SS Fidelis Andria 1928, US Arezzo und AC Mestre, konnten die Lizenzbedingungen schon letzte Saison nicht erfüllen. In dieser Saison dürfte es sich um wesentlich mehr Mannschaften handeln.

Schlechte Aussichten, dass der Ball am 1.September schon wieder rollt.