Warum die Serie C vor dem Aus steht

Schwimmen im Auffangbecken

Die dritte Liga Italiens steht kurz vor dem Aus. Aufgrund massenhafter Insolvenzen und fehlender Lizenzen könnte der Spielbetrieb schon vor Saisonbeginn eingestellt werden. Der Fehler liegt im System.

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Serie C vor dem Aus

Seit einiger Zeit bastelt Juventus Turin am Kader der neu gegründeten U23. Dabei verpflichtete man mit dem Bremer Idrissa Toure sogar einen Spieler aus Deutschland. Doch nur drei Tage nachdem die Norditaliener verkündeten, ab der Saison 2018/19 zum ersten mal eine U23 in der dritten italienischen Liga zu installieren, steht die Spielklasse vor dem Aus.

Viele Vereine der Serie C sind der Insolvenz nahe oder schon gänzlich bankrott. Der Ligaverband hat daher beschlossen den Beginn der kommenden Saison um zwei Wochen zu verschieben. Der Spielbetrieb beginnt nun am 1. September, statt am 18. August. Doch vorher treffen sich Funktionäre um zu klären, ob der Spielbetrieb für diese Saison nicht komplett ausgesetzt werden muss. Des Weiteren sollen Pläne zur Regulierung der TV-Gelder, zu Investoren und zur nachhaltigen Entwicklung der kleineren Vereine besprochen werden.

Punktabzüge ohne Ende

In den beiden letzten Spielzeiten starteten in den drei Staffeln jeweils zehn Mannschaften mit Punktabzug infolge von Lizenzverstößen. In der Saison 15/16 waren es sogar 16 Teams. Am härtesten traf es den SS Akragas, einen an der Südküste Siziliens beheimateten Verein, der mit einem 15-Punkte-Abzug bestraft wurde und am Ende der Saison mit exakt 0 Punkten abstieg. Der FC Modena löste sich dagegen schon vor dem 12. Spieltag der vergangenen Saison komplett auf und alle bis dahin ausgetragenen Spiele wurden der Wertung entzogen. Und mit diesem Schicksal steht der Verein nicht alleine da. Allein in den letzten drei Spielzeiten wurden vier Mannschaften während der laufenden Saison aus dem Ligabetrieb entfernt. Diese Vereine durften sich anschließend in der Serie D neu aufstellen.