Warum der Iran zwei Führungsspieler rausschmeißt

Irans Nachspiel

Der Iran ist bereits qualifiziert für die WM. Doch jetzt sorgt eine Personalentscheidung für Aufsehen. Der Kapitän und sein Stellvertreter dürfen am Turnier nicht teilnehmen. Auslöser: ein Europa-League-Qualifikationsspiel.

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Es steht fest: Massoud Shojaei und Ehsan Hajsafi dürfen nicht mit zur Fußball-Weltmeisterschaft. Der Iran verzichtet damit freiwillig auf zwei seiner Führungsspieler. Shojaei hatte die Nationalmannschaft bisher als Kapitän angeführt, mit Hajsafi als seinem Stellvertreter. Beide sind alte Bekannte.

Als Mannschaftskollegen stehen sie bei Panionios Athen unter Vertrag, einem griechischem Erstligisten, der vergangene Woche an der Qualifikation für die Europa League teilnahm. Ein kurzweiliges Vergnügen - nach der ersten Runde war bereits Schluss. Ein Nachspiel gab es trotzdem, allerdings nur für Shojaei und Hajsafi. 

Konfliktpunkt: Israel

Denn der Gegner in der Qualifikation heißt Maccabi Tel Aviv, ein israelisches Team. Und der Auslöser für einen sportpolitischen Affront. Aufgrund der politischen Spannungen zwischen beiden Ländern ist es Iranern seit über 38 Jahren untersagt, im sportlichen Wettkampf gegen Israelis anzutreten. 

Daher hatten Schojaei und Hajsafi ihren Einsatz im Hinspiel zunächst verweigert, obwohl Panionios mit Geldstrafen drohte.

Ali Kafashian, Vizepräsident des iranischen Verbandes, verlangte von den Spielern an dem Widerstand festzuhalten, »selbst wenn ihre Verträge gekündigt werden«. Im Rückspiel standen die Zwei dennoch auf dem Feld. Mit den bekannten Konsequenzen. 

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