Warum der FC Arsenal die Europa League gewinnen muss

Warum ein Abschied für alle das Beste ist

Eine Etage tiefer hat es im ersten Anlauf für einen Platz unter den besten Acht gereicht. Unangenehmer als der Gegner ist vielleicht der Moskauer Hybridrasen, der die feinen Füße von Özil und Mkhitaryan beim Rückspiel in einer Woche erwartet. Favorit sind die Gunners trotzdem. Fürs Viertelfinale. Nicht für die Europa League.

Mit Atletico Madrid buhlt ein spanisches Kraftpaket um den Trostpreis des europäischen Vereinsfußballs. So stark die Mannschaft von Diego Simeone auch ist. Dass es in einem Europa-League-Viertelfinale mit dem FC Arsenal einen klaren Titelfavoriten gibt, der nicht FC Arsenal heißt, spricht Bände über den Zustand des Clubs aus Nordlondon.

Arsenal hat einen Neuanfang verdient

Natürlich wäre Arsene Wenger dieser Triumph zu gönnen. Triumph, ist das überhaupt das richtige Wort dafür? Fast scheint es so,  als würde der Franzose nur darauf warten, irgendetwas anderes als den FA Cup zu gewinnen, um in Würde abtreten zu können.

Das sollte er dann allerdings auch tun. Abtreten. Die Champions-League-Qualifikation durchs europäische Hintertürchen wäre das Beste, was er für seinen ohnehin nicht beneidenswerten Nachfolger tun könnte. Dabei geht es gar nicht so sehr ums Geld. Davon haben sie in England genug. Was der Verein braucht, ist ein sportliche Perspektive, um Topspieler von einem Wechsel zum FC Arsenal zu überzeugen. Viel mehr ist nämlich nicht geblieben.

Wenger ist 68 Jahre alt. Mehr als zwei Jahrzehnte ist er schon im Amt. Höhen und Tiefen der Vergangenheit wiegen gleichermaßen schwer auf seinen Schultern. Nicht mehr die Energie für einen Neuanfang zu finden, ist keine Schande. Diesen stolzen Club ins englische Mittelmaß abrutschen zu lassen, wäre eine.