Warum Denis Zakaria für Gladbach so wichtig ist

Das Beste aus zwei Welten

Für zwölf Millionen Euro kam Denis Zakaria im Sommer nach Gladbach - und überzeugte sofort. Im Borussenduell trifft er auf einen seiner Vorgänger, ein anderer riet ihm zum Wechsel.

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Bei Granit Xhaka ist der Vorname Programm, das war auch bei Borussia Mönchengladbach nicht anders. Vier Jahre grätschte sich Granit mit seiner schieren Naturgewalt durch das Gladbacher Mittelfeld, ließ jeden Gegner wie eine lästige Fliege an sich abprallen, kassierte fünf Platzverweise und wechselte 2016 konsequenterweise mit mehr als 500 Prozent Wertsteigerung zu Arsenal. 

Seinen Platz im defensiven Mittelfeld der Borussia bekam Mo Dahoud aus der eigenen Jugend, sein absoluter Gegenentwurf. Klein, wendig, Passmaschine. Aber auch der spielte eine herausragende Rolle in einer ansonsten enttäuschenden Gladbacher-Saison. Woraufhin er im Sommer logischerweise für 12 Millionen zu Borussia Dortmund ging.


12 Millionen, die Gladbachs Manager Max Eberl prompt reinvestierte. In einen 20-jährigen namens Denis Lemi Zakaria Lako Lado. Oder kurz: Denis Zakaria. Und dieser Zakaria schickt sich jetzt in der Gladbacher Schaltzentrale an, die besten Eigenschaften seiner beiden Vorgänger in sich zu vereinen.


Steile Karriere, schüchterner Typ


Zakaria kommt am 20. November 1996 in Genf auf die Welt. Seine Mutter ist Sudanesin, sein Vater stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. 2004 fängt er mit sieben Jahren beim traditionsreichen Servette FC Genf mit dem Fußballspielen an, jenem Verein, bei dem schon Philippe Senderos, Oliver Neuville oder Patrick Müller groß wurden.


In Genf durchläuft er alle Jugendabteilungen, mit 17 debütiert er für die Profis. Weniger als ein Jahr später wechselt er nach Bern, mit 18 wird er Stammspieler und Leistungsträger bei den Young Boys. Mit 19 folgt das Debüt für die »Nati«, auch zur EM 2016 fährt er mit. Steile Karriere für einen schüchternen Typen.


Zakaria ist kein Lautsprecher, wie er selbst sagt, nicht auf dem Platz und auch nicht daneben. »Manchmal rede ich zu wenig, daran muss ich arbeiten«, sagt er im Interview mit dem Schweizer Fußballverband. Präsenz hat er auf dem Feld aber trotzdem. Und was für eine: Mit seinen 1,91 Metern und gefühlt ebenso breiten Schultern ist Zakaria nicht zu übersehen.

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