Warum Daniel Didavi so wichtig für den VfB Stuttgart war

»Ich werde für immer VfB-Fan bleiben«

Zudem laufen bei Daniel Schwaab, Georg Niedermeier und Martin Harnik in diesem Sommer die Verträge dreier Identifikationsfiguren aus. Spieler, die um ihre Stärken und um ihre Schwächen wissen und innerhalb der Mannschaft hochangesehen sein sollen. Trotzdem meint nicht nur der kritische VfB-Blog »tragisches-dreieck.de«, dass die drei Spieler am 34. Spieltag mit Blumen verabschiedet werden sollten. Gentner könne im nächsten Jahr gehen, meinen die Blog-Autoren: »Sollten Spielerverträge für Profis aus romantischen Gründen abgeschlossen werden? Niedermeier, Schwaab und Harnik stehen für jene festgefahrenen und leblosen Strukturen, die den Verein bremsen.«

Der nächste Umbruch beim VfB?

Romantik dürfte auch für den pragmatischen Robin Dutt kein Argumentationskriterium in der Kaderplanung sein. Ein Abschied von Didavi, Kostic, Schwaab, Niedermeier, Harnik und möglicherweise Timo Werner würde im dauerkriselnden Schwabenland kaum noch zu kompensieren sein. Zumal bei auslaufenden Verträgen wohlweißlich keine kompensierenden Transfereinnahmen zu erwarten sind. Stuttgart stünde vor dem nächsten Umbruch.

Daniel Didavi wird diese Entwicklungen nur noch aus der Ferne verfolgen. »Ich werde für immer VfB-Fan bleiben«, sagte er vor wenigen Tagen, als er die Schmähungen einiger Fans im Internet anprangerte und um Verständnis warb und betonte: »Der VfB wird immer ein erstklassiger Club bleiben, da sind schon viel viel größere und wichtigere Spieler als meine Wenigkeit gewechselt.«

Damit liegt er möglicherweise richtig. Bei einer solchen Masse an möglicherweise leichtfertigen Abgängen dürfte die »Erstklassigkeit« aber schon bald wieder auf der Kippe stehen.