Warum André Silva der neue Ronaldo werden könnte

Für die Titelseite

André Silva ist von der Provinz an die Weltspitze aufgestiegen, verachtunddreißigtausendfachte seinen Marktwert beim FC Porto und lässt Cristiano Ronaldo sogar an den Rücktritt denken.

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In Baguim do Monte ist nicht besonders viel los. 14.000 Einwohner zählt das Örtchen in Portugals Norden. Das stellte eine örtliche Lokalzeitung unter der Woche vor ein echtes Problem: Es gab einfach nichts zu berichten. Sie titelte daher die überraschend triviale Feststellung: »Es ist sehr heiß.«

Rollerhockey oder Fußball

In dieser Idylle, in der an manchen Tagen nur über das Wetter gesprochen wird, wuchs André Miguel Valente da Silva auf. Die heißen Sommer von Baguim do Monte verbrachte er hier zwischen Fußballplatz und Hockeyfeld.

Im Fußball war der kleine André ziemlich gut, im Rollerhockey allerdings war er eine lokale Legende, torgefährlich und flink schoss er sein Team in jedem Spiel zum Sieg. Nur seine Eltern hatten am Ruhm ihres Sohnes etwas auszusetzen: Besorgt um dessen schulische Karriere baten sie ihn, sich doch bitte wenigstens auf eine Sportart zu beschränken.

Erste Schritte in lokalen Vereinen

Seine Geschichte würde vermutlich nicht an dieser Stelle stehen, wenn sich André damals für Rollerhockey entschieden hätte. Nicht zuletzt, weil Fußball in Portugal zu dieser Zeit einen seiner Höhepunkte erlebte: Ein gewisser Christiano Ronaldo stieg gerade zum Fußball-Olymp auf.

Für André begann das, was oft mit dem klebrigen Begriff der »Bilderbuchkarriere« beschrieben wird. Erst kickte er für den SC Salgueiros. Dann, mit 14, machte er in einem Jugendturnier die Scouts des FC Porto auf sich aufmerksam.

Rückschlag in der Nationalelf

Für 1000 Euro wechselte er in die renommierte Fußballschule, die bereits Größen wie Falcao, Jackson Martinez und Hulk hervorgebracht hatte. Eine Berufung in die Juniorennationalauswahl war nur eine Frage der Zeit, große Titel blieben jedoch aus.

2014 scheiterte er im Finale der U19 Europameisterschaft am deutschen Team. Ein Jahr später bei der U20-WM verschoss er gar den entscheidenden Elfmeter im Viertelfinale gegen Brasilien. Und fand darin seine größte Stärke: »abhaken und weiterarbeiten« lautete fortan sein Motto.

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