Warum Alfred Finnbogason so wichtig für den FC Augsburg ist

»Er ist ein Typ, der um die Bälle kämpft«

Auch ein Grund, weshalb Breiðablik Kópavogur in diesem Sommer an ihm verdiente. Dabei fuhr der isländische Erstligist seine erste Rendite bereits 2009 und 2010 ein. In beiden Jahren war Finnbogason der erfolgreichste Torjäger seiner Mannschaft. Gewann zusammen mit der Mannschaft erst den Pokal, anschließend die Meisterschaft. Sammelte Auszeichnungen – und Gelbe Karten. »Er ist ein Typ, der um die Bälle kämpft, das war er hier auch schon«, erinnerte sich Eysteinn Petur Larusson, der Manager des Klubs gegenüber der Augsburger Allgemeinen.


Sammelt Gelbe Karten wie Briefmarken


Ihn verwunderte es nicht, dass der frühere Torjäger während der sensationellen Europameisterschaft im entscheidenden Gruppenspiel gegen Österreich gelbgesperrt auf der Tribüne Platz nehmen musste. Auch in Augsburg sammelte der Sohn eines Fischmehlfabrikanten bereits dreimal den gelben Karton ein.

Mit dem FC Augsburg stand Finnbogason bereits vor seinem Engagement in Kontakt. »Augsburg tritt ebenfalls als eine starke Einheit auf und zeigt hohe Laufbereitschaft. Ich stehe schon seit über zwei Jahren in Kontakt mit dem Verein und habe mich mit dem Stil von Markus Weinzierl sehr auseinandergesetzt«, erklärte der Isländer. Und auch ohne Weinzierl könnte es Finnbogason gefallen.

Schuster fordert ein ekliges Spiel


Denn sein neuer Trainer, Dirk Schuster, lebt einen ähnlichen kämpferischen und läuferisch geprägten Spielstil. Die ersten Trainingstage seien ausgesprochen hart gewesen, die Mannschaft musste sich an die neuen Erwartungen erst gewöhnen. Und schon in Darmstadt fokussierte Schuster das »eklige Spiel« - und den Torabschluss von Sandro Wagner.

Nach der starken Rückrunde ist der EM-Viertelfinalist, der das isländische »Huh« erst gar nicht nach Augsburg bringen will, naturgemäß im Sturm gesetzt. Auch wenn Stefan Reuter angeblich an Überraschungen in letzter Minute arbeitet, dürfte Finnbagosons Stammrolle unantastbar sein. Immerhin: Ein glückliches Händchen in letzter Minute hat der Sportdirektor schon einmal bewiesen. Es könnte eine aufregende Zeit werden.